Das Kind, der Penis, die Kunst
Als vor einigen Tagen die Bildende ihre Pforten öffnete und Besucher einige Tage lang die Möglichkeit hatten, sich ein Bild (!) vom Kunsbetrieb darin zu machen, verschlug es auch mich und Liam spontan dorthin.
Unser Freund Paul de Florian, ein aufstrebender Maler, der soeben einen Kunstpreis gewann, war ebenfalls dort zu “besichtigen” – kurz vor Betreten der Akademie dämmerte es mir dann so im Hinterkopf, dass Paul ja teilweise gewagte, homerotische Bilder malt, unter anderem auch jede Menge Penise.
In Sekundenschnelle überflog meine Gedankenwelt, als Mutter aber auch als Künstlerin- als Mutter dachte ich mir:” nun ja die ganz expliziten Darstellungen werfenvielleicht Fragen auf”- als Künsterlin dachte ich mir “zum Teufel mit dieser Prüderie”. Generell denke ich sehr entspannt über diese Dinge nach- auch wenn wir Erwachsenen uns vor den Kindern unterhalten und das Thema Sex aufkommt reden wir normal weiter, ist ja auch lächerlich etwas so Natürlichem ein so ein Gewicht zu geben. Dennoch bin ich natürlich eine Mutter die Ihr Kind aus simplem Grunde von jeglicher Pornographie fernthält- auch die künsterlische Form dieser. Ich will ihn nicht verwirren, mit Dingen die er so und so noch erleben wird.
Auf jeden Fall kamen wir am Ziel an und, wie wunderbar : eine ganze volle Wand mit kleinen Zeichenblättern vollgespickt- dargestellt waren jede Menge genauestens und wunderschön gezeichnete Penise- auch ich als Kennerin muss sagen, es waren wunderschöne Exemplare dabei.
Nun ließ ich mich zurückfallen um mein Kind von hinten zu beobachten wie er damit umgeht- und es war herrlich.
Liam ging ran und schaute wirklich interessiert für ein paar Minuten die Bilder an, dann ging er zielstrebig zu einem hin, pokte (was ja verpöhnt ist) mit dem Zeigefinger drauf und sagte: “Der hier gefällt mir am besten, das ist der Schönste!”
Ich habe fast Tränen gelacht, es war der einzige Penis mit Schamhaaren rundherum.
Sofort kam ein Flashback: Liam, damals 3 Jahre, im O_Ton: ” When I grow up I will have a big hairy penis, just like Daddy!”
Und ich liebe es wie entspannt Kinder mit diesen Dingen umgehen!
ernestine um 6:17 pm am März 4, 2011 Permalink |
Hoch leben Schamhaare!!!
marcin um 6:36 pm am März 4, 2011 Permalink |
Es gab mal einen Bericht im “Woman”über Paare die gerne Oral Sex machen.
Da hat die Redakteurin geschrieben: “Es wäre in diesem Fall vorteilhaft für Beide, rasiert zu sein.” Ich persönlich seh da keinen Unterschied. Es gibt einen Fotoband von David Hamilton
nur mit Männern, die sind alle behaart. Na ja der ist auch in den 80zigern erschienen.
nellah um 12:51 pm am März 5, 2011 Permalink |
ein großartiger beitrag, hat grad meinen tag gerettet. ich lach immer noch tränen! kindermund tut wahrheit kund. und das so erfrischend vorurteilsfrei. ein toller junger mann!!!
marcin um 3:17 pm am März 5, 2011 Permalink |
Ich hoffe das noch mehr Kommentare zu diesem Thema geschrieben werden,
sonst glaub ich schon das das nicht so gerne besprochen wird
funkelblau um 5:00 pm am März 5, 2011 Permalink |
ich befürchte, dass Mädchen nicht so reagieren würden, weiß aber nicht genaü warum ich das denke, äußerdem bin ich mitten im dvd schauen, von hamiltons zärtlichem Cousinen…ansonsten, Haare hin und Haare her, ob auf dem Kopf oder anderswo
marcin um 9:09 pm am März 5, 2011 Permalink |
Noch was am Rande, Pebelle, die Akademie ist eh fürn Hugo, ich war selbst dort.
Wenn man jung ist, malt man schnell so manchen Blödsinn. Wenn man nicht weiß wohin.