Dampf ablassen
So, jetzt muss ich hier mal Dampf ablassen, eigentlich laufe ich ja nicht gerade herum und erzähle all die TOLLEN Dinge, die so mit meinem Label passieren- aber jetzt muss ich doch mal ein bisschen Dampf ablassen-
Also, ein Schweizer aufstrebende Band trägt T-Shirts von mir, ich schreibe auf Daily Basis Mails mit den kanadischen Shootingstars Fan Death, deren zweite Hälfte sich sogar extra für meinen Blog nochmals mit Leggings von mir fotografieren lässt, ich bekomme Kostümfeedback einer grossen Hollywood-Kostümbildnerin, auf Twitter verfolgt mich die Band Spiritualized, die Ladies von Harpers Bazaar UK leihen sich zur London Fashion week meine Teile aus plus wurden meine Designs gerade vom Bazaar UK für ein Shooting verwendet, im Frühjahr erscheint ein Modebuch, in dem meine Arbeiten gefeatured werden und last but not least habe ich gerade die fixe Bestätigung erhalten, dass ein Oberteil von mir in der 5- Episode der neuen Staffel von “True Blood” getragen wird.
Und was verdiene ich daran???
NOTHING- das Modebusiness ist doch wirklich eine Bitch
Na zumindest gewinnt man das Wissen, das man mitgemacht hat.
Und stolz bin ich- hie und da.
klingelfee um 9:53 am am Februar 23, 2011 Permalink |
eh supa! Coole Sache!Und True Blood ist eine der lustigeren Vampirserien
hast du noch “nebenbei” eine Erwerbsarbeit? Wie finanziert ihr Euch?
Ich trage mich auch mit dem Gedanken selbstständig zu werden, das blöde ist halt als Alleinerzieherin hat man doch so viel Verantwortung – was passiert, wenn man die Miete nimma zahlen kann? Und mein Job ist halt doch sehr sicher, wenig Verantwortung und gut bezahlt.
Ach Gottchen – so viel Überlegungen, die man berücksichtigen muss
Patrice um 11:23 am am Februar 23, 2011 Permalink |
True blood —–!!!! ah. Da kannst echt stolz sein!
funkelblau um 3:29 pm am Februar 23, 2011 Permalink |
Ich glaub immer mehr ans Wirbel machen, statt ans Dampf ablassen, allerdings außer daran glauben, mangelt es mir noch an Durchsetzungsideen, aber ich denke man muss mir Pauken und Trompeten die Anerkennung(ist nun mal in diesem Fall Geld)einforden, sich selbst charmant, aber doch über den grünen Klee loben und ohne Gegenwert nix hergeben(beruflich), selbst wenns der Kaiser von China sei, denn was nix kostet ist nix wert, in dieser beinharten Buisnesswelt, oder, sagt die kleine Angestellte ohne Mut zur Veränderung..
marcin um 6:12 pm am Februar 23, 2011 Permalink |
Ich würde diese Angebote nicht zu lassen außer für Spiritualized wenn das die sind die
aus Spacemen 3 entstanden sind. Gib nicht auf.
pebelle um 7:51 pm am Februar 23, 2011 Permalink |
@klingelfee- ich arbeite noch nebenbei 18.5h stunden- aber pebelle finanziere ich meist mit dem was ich mit pebelle verdiene- aber für grosse ausgaben, investitionen reicht es nicht. hangel mich halt von projekt zu projekt so durch.
fühle mich mit dem standbein tz-job auch sicherer, volle selbstständigkeit in österreich mit SVA-und WKOE_Mafia im Rücken= nein Danke!
@funkelblau, ich kenne auch welche, die von anfang an den mund aufreissen, kohle wollen etc- aber die sind halt auch wenig bis gar nicht in projekte involviert- es ist halt am anfang so- von True Blood sollte ich eh Kohle sehen- aber ich meinte eher, dass es halt sooo arg ist, WIEVIEL man machen muss um ein bisschen aufmerksamkeit zu kriegen- es ist nicht so als würde man EIN grosses ding tun und zack, ist man der hit.
als ich das erste mal in ELLE UK war, erschien mir das RIESIG- das feedback waren 2(!) mails—2!!! das ist halt sooo arg wenig.
@marcin_ wie bitte, was meinst du? welche angebote? spiritualized, die band mein ich, und was wollen die von mir? ich versteh dich grad gar nicht. bin aber auch müde
marcin um 8:22 pm am Februar 23, 2011 Permalink |
Ich habe nur gemeint das deine Arbeit nicht so einfach verwendet werden sollte.
Und die Band meinte ich, oder der Sänger war früher bei Spacemen3 dabei, deren bekanntestes Album ” More Music to take drugs to” hieß.
pebelle um 8:31 pm am Februar 23, 2011 Permalink |
Alles klar, ja, das kann sein, hab ihn vor Spiritualized jedenfalls nicht gekannt.
hm, schwieriges Thema- wenn meine Arbeit nicht verwendet wird, wird sie auch nicht gesehen- im Grunde mach ich es ja gerne, ich freue mich auch wenn ich es in Action sehe- ich bin da eh ziemliche Idealistin- aber ich denke mir manchmal, wie hart das Business eigentlich ist, wieviel man machen muss- Mode ist ein Knochenjob.
marcin um 8:07 am am Februar 24, 2011 Permalink |
Du hast recht. Ich weiss nicht wie viele Leute da mit dir mitarbeiten, wenn du aber
alles allein machst, dann Hut ab. Ich arbeite zb. schon seit 3 Jahren an einem Buch.
Ohne einen Cent von irgendwem. Ich meine nur damit manchmal tut man sich leichter
wenn man nicht alles selber organisieren muß. Und in Wien ist es doppelt so schwer.
funkelblau um 9:59 pm am Februar 23, 2011 Permalink |
ich verstehe was du meinst, habe 2 freundinnen in diesem geschäft, die eine hat einen tz Job und ist am Weg, die andere hat viel hinter sich, kollektion bei Don gil auf provision für fast nix, durststrecken, dann hat sie ein paar Preise gewonnen, sich auf Fashion Werks(?) in Paris usw präsentiert und jetzt läuft es ganz gut in New York, ist aber ein 20 Jahre Weg gewesen, ohne Kind, dafür aber mit eigentunswohnung, vielleicht gibt es aber trotzdem Hoffnung, durchhalten muß man scheinbar, manchmal ist nur die Frage, wie?
Admin Assi um 10:34 pm am Februar 23, 2011 Permalink |
Yeah, pebelle rulez – true blood&true heart! und nur das zählt, kein mensch fragt “und wieviel hast vedient damit?” mit wirbel machen und anerkennung einfordern macht man sich zu 99% zum affen (jim panse mein name), so läuft das in dieser welt…glaub ich.
funkelblau um 7:53 am am Februar 24, 2011 Permalink |
pebelle hat die Frage nach dem was man damit verdient gestellt, und ich glaube man kann das nicht nur schwarz oder weiß sehen, zw einem Affen und einem selbstbewussten Menschen, der auch mal fordert, da gibt es viel dazwischen.
funkelblau um 8:17 am am Februar 24, 2011 Permalink |
Hast du es mal über Stipendien versucht? Ein freünd von mir bekommt 1 Jahr 1200 Euro pro Monat, blöde Frage, ich weiß, aber zum durchhalten können sind die öffentlichen förderungen in oe oft der einzige Weg und erstaunlicherweise kenne ich ein paar, die eine gewonnen haben. Julya rabinowichs Literaturerfolgsweg begann über schreiben zw den kulturen und Anerkennung forden, kann auch schlicht das einreichen eines Projektes sein, Admin assi und sowas tun Affen nicht
marcin um 9:01 am am Februar 24, 2011 Permalink |
Ist überhaupt keine blöde Frage. Aber in meinem Fall geht es nicht mehr ums schreiben.
Da es ja auch kein Roman ist. Sondern um den Verlag. Die sind heutzutage schon so vorsichtig und ausgefuchst das sie am liebsten ein komplett ausfinanziertes Buch verlegen möchten. Da kommen wieder bei den meisten Autoren, die Förderungen ins Spiel.
Ich persönlich bin gerade mit dem Wiener Verlag “Löcker” im Gespräch.
funkelblau um 9:22 am am Februar 24, 2011 Permalink |
verstehe! Dann wünsche ich dir alles gute dafür. Bin in letzter Zeit zunehmend davon überzeugt, dass qualität sich durchsetzt, beobachte das gerade am Leben alter Begleiter, die jahrzehnte durchgehalten, sich selbst treu bleibend, die gegebenheiten für sich nützend, jetzt langsam ein bisschen zum ernten anfangen. Das gibt mir Hoffnung, mühsam nährt sich das Eichhörnchen, aber doch, werde versuchen doch noch ein paar Nüsse zu sammeln. Viele kochen ja nur heißes wasser, wenn der Dampf verflogen ist bleibt nichts, Wirbel erzeugt zumindest Staub und Hände Weg von billig sushi, die bescheren mir gerade einen krankenstand