Fünf Nächte haben wir hier jetzt schon verbracht. Vieles stellt sich als schwieriger heraus, als gedacht, manches genauso, wie gedacht, aber durchaus auch manches leichter. Wasser gab anfangs nur im Bad, zuerst nur in der Wanne, nach zwei Tagen auch im Waschbecken, mittlerweile gibt’s sogar eine funktionierende Spüle in der Küche.
Geputzt wurde schon zig Mal, was eigentlich nur das jüngste Familienmitglied glücklich macht.



Ansonsten war natürlich gerade dieser kleine Mann in diesen Tagen etwas verwirrt. Die Umgebung ungewohnt, all das interessante Werkzeug, das so rumliegt, verboten. Die Schlaf- und Essensrhythmen völlig durcheinander. Niemand der Zeit für ihn hat, im Gegenteil: alle gereizt.
Deshalb: mal ein ruhiger Tag. Wir haben lang und gemütlich gefrühstückt, haben dann die Gegend mit dem Kinderwagen ausgekundschaftet, haben beim einzigen Greißler in der Gegend eingekauft und gleich anschreiben lassen. Ja, ich hatte kein Geld dabei. Aber der Greißler war so nett und hat gemeint, ich solle einfach beim nächsten Mal zahlen. Nicht schlecht! Schließlich war ich das erste Mal dort…
Überhaupt kommt mir manches in der Großstadt nicht mehr so schnell und hektisch vor. Die U-Bahn steht minutenlang in einer Haltestelle wegen irgendwas. Im Supermarkt ein Mann an der Kassa, der zwar irgendwie cool tut, aber nichts weiterkriegt, Straßenlampen die flackern oder gar nicht leuchten. Entschleunigung auch hier? Oder, bin ich es, die die Ländlichkeit schon in sich trägt? Oder sind das etwa schon die Auswirkungen der Krise?
Ich find, ein bisserl mehr Schlampigkeit und somit Gelassenheit tät den Wienern und Österreichern, und somit auch mir, eh gut. Vielleicht wird das ja noch, wenn überall gespart werden muss. Ich fang bei mir mal gleich an…

funkelblau um 12:19 am 12. April 2011 Permalink |
der Zustand deines Tisches und der Glanz der Butterdose zeugen von vielen Dingen, die gut im Griff sind…
rosa um 11:48 am 15. April 2011 Permalink |
Die Liste ist aber ziemlich lang. Stehen da nur Sachen drauf, wie`”Milch einkaufen und Küche kehren” oder eher Dinge wie ” Wohnzimmer ausmalen und Dach neu decken”?
patita um 20:53 am 15. April 2011 Permalink |
eher zweiteres. die drei sachen, die in die erste kategorie fallen, sind mittlerweile schon weggestrichen. aber wie sagt man so schön? vom hudln kuman d´kinda…