Warum Manches nicht geht – Oder: Ethik-Überlegungen einer Shiatsu-Praktikerin
Lang hats gedauert, nicht nur weil ich Einiges zu tun hatte, nein, auch weil ich auch überlegen mußte. Richtig geschmeichelt habe ich mich gefühlt, nach den zwei Kommentaren, ich solle doch endlich Werbung hier machen für mich als Shiatsu-Praktikerin. Danke, Ihr Lieben. Danke. Aber das geht nicht.
Ich schreibe hier anonym, würde ich das nicht tun, würde ich anders schreiben. Das habe ich schon konkret erfahren, schließlich habe ich doch die eine oder andere Freundin über meinen Blog eingeweiht. Und obwohl das sehr vertraute Menschen sind, ist mir jetzt bei jedem Eintrag bewußt, dass jemand das ließt, der mich kennt. Und schon – schwups – steht alles ein bisschen anders da, als es vielleicht vorher dagestanden hätte.
Das ist also die eine Sache, die andere ist noch viel wesentlicher. Ich habe in Österreich zwar als Shiatsu-Praktikerin keinen Therapeuten-Status, aber meine Arbeit ist trotzdem nah dran. Ich bin in meiner Arbeit eine Vertrauensperson. In meiner Praxis wird vieles offen gelegt. Ich brauche meine Abgrenzung. Ich muss mich mit meinen privaten Eigenheiten raushalten. Hier in diesem Blog habe ich schon so einiges an Seelen-Striptease betrieben. Wahrscheinlich werde ich das auch zukünftig tun. Das eine geht mit dem anderen nicht z´am, wie man so schön sagt.
Daher liebe KommentarschreiberInnen: Danke nochmals, ich fühle mich sehr geehrt, dass Ihr nach all meinem hier Geschriebenen, Interesse habt, Euch bei mir auf die Matte zu legen. Ich hoffe, Ihr versteht, dass ich das leider nicht machen kann…

rene um 15:12 am 24. April 2012 Permalink |
Totales verständnis und schöne gedanken!
mother mable um 18:45 am 24. April 2012 Permalink |
versteh ich:-) alles gute!