krisenresistent?

Letztens sah ich einen Film – ah, ich glaub es war dieser “Bridesmaides” – da war eine Frau, die es bereute, während der Krise eine Konditorei eröffnet zu haben. Sie ging damit baden…

Ich hab gekündigt und Österreich verliert das Triple AAA. Wie es mir wohl ergehen wird?

Ich bin guter Dinge, nein, ich bin fantastischer Dinge. Ich freu mich wahnsinnig auf meinen neuen Lebensabschnitt und habe wieder einmal das Gefühl, mir fliegen die Dinge zu, oder zumindest könnten sie mir zu fliegen. Es tut sich was, das steht fest. Mehr will ich noch gar nicht verraten, den Verhandlungen nicht vorgreifen, wie es die Politiker immer so schön sagen.

Im Privaten setzt sich das neue Lebensgefühl schon fest: ich stricke an einem dritten Paar Socken, lese ein hervorragendes Buch (Marlene Streeruwitz, “Die Schmerzmacherin” – spannende Story, unglaublich körperliche Sprache), gieße Kerzen und kaufe eine Nähmaschine – ein Geschenk meiner Mutter zu Weihnachten. Ein Kuvert mit Geld, zweckgebunden, weil “Jetzt kannst´ noch anfangen damit, bald wird es vielleicht schon zu spät sein…!” icon wink krisenresistent?

Ob ich mich in Illusionen schwelge? Ich, die so oft und immer wieder als “Realistin” beschimpft wurde? Irgendetwas ist grundlegend neu, das kann ich genau spüren. Es fühlt sich gut an. Auf die Nase fallen will ich nicht. Ob es schwierig wird?

Während ich diese Zeilen schreibe, ereilt mich eine Mail meiner Noch-Direkten-Vorgesetzten. Meine/unsere Kollegin wird einen weiteren Monat das Krankenbett hüten. Ich bin gespannt, wie bzw. was sie versuchen werden, um mit mir einen Kompromiss einzugehen. Aber, ob ich das noch will?