“Wir lieben unsere Kinder – aber wir hassen unser Leben.”
So titelt das ZEIT-Magazin in seiner aktuellen Ausgabe. Wow, klingt spannend! Dachte ich.
Sekunden davor hatte ich grad meinen Mann angekeppelt, wieder einmal, obwohl eh grad alles recht easy ist (wir sind nämlich auf Urlaub, mit Babysitterin). Jedenfalls fühlte ich mich angesprochen, irgendwie. Zwar hasse ich mein Leben nicht, nie, aber schrecklich finde ich die Umstände schon immer wieder. Das liegt dann vor allem an einem trotzenden Dreijährigen und meinem Unvermögen, damit klarzukommen.
Jana Hensel, deutsche Schriftstellerin in den 30ern und selbst Mutter eines Dreijährigen, schreibt in besagtem Artikel über den Verlust ihres früheren Lifestyles. Oder wie soll ich sagen – leider trifft sie das Thema nicht so recht. Sie schreibt über “wir Eltern”, “unsere” Unsicherheit, und ich denke schon bald: Die Frau braucht eine gute Therapie, aber weiter bringt mich der Artikel nicht. Sie vereinnahmt mich und andere Eltern, wo es nur um sie selbst geht.
Wenige Textteile sind gelungen, etwa, dass “wir” Eltern glauben, durch den Kauf cooler – internationaler – Kindersachen (Bugaboo, Finkid etc) dem biederen Muster unserer Eltern zu entkommen. Der Gedanke ist mir neu, könnte aber zutreffen.
ABER mein Problem ist nicht mein Lifestyle und wie sich der verändert hat. Wenn sich der Dreijährige von Jana Hensel im ICE nackt auszieht, hat sie doch wohl nicht bloß ein “Lifestyle”-Problem?! (Ich finde es recht normal, dass Dreijährige so was machen, wenn man sie nicht durch körperliche Gewalt davon abhält, Gott behüte. Im ICE könnte Schlimmeres passieren.)
Die Frau kommt nicht zur Sache, der Titel verspricht mehr, als er hält. Schade.
Hier der Artikel:
http://mobil.zeit.de/2010/51/Moderne-Eltern
Hier die Diskussion zum Artikel – ich habe sie noch nicht gelesen, hänge hier nur den Link an: http://community.zeit.de/user/azize/beitrag/2010/12/21/zu-quotunglück-im-glückquot-von-jana-hensel-zeitmagazin-51
Patrice Fuchs um 10:41 am 15. August 2011 Permalink |
Wir haben auch gestritten. die ersten 48 stunden. dauergereizt. jetzt ist alles sonnig und lieb und super. bussi
Poldine um 08:38 am 16. August 2011 Permalink |
super Fotos- schaut fast aus wie bei Pippi – nur das Pferd fehlt -ah und das Äffchen und… sehr idyllisch…freu mich auf ein Wiedersehen, wenn ihr wieder im Lande seid…
mother mable um 12:12 am 30. August 2011 Permalink |
Wir haben auch gestritten, D nach der HinAutofahrt mit Kotzkind am Parkplatz in Senj bei 40C: nur das dus weißt das war mein allerletzter Kroatienurlaub., bei der Rückfahrt haben wir dann schon überlegt wann wir im nächsten Jahr fahren können. Und so schöne Fotos!