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  • Avatar of klingelfee

    klingelfee um 1:58 pm am November 2, 2011 Permalink | antworten
    Begriffe: dreams are my reality, Highschoolmusical, Kondome, La Boum, Onkel Charlie, Romeo und Julia, Sophie Marceau, Twilight, verhütung   

    Liebe, Sex und Kinderzimmer 

    Gestern begann der Nachmittag mit Highschoolmusical Teil 1 und 2, nach einer kurzen Essenspause schmolz ich zu “dreams are my reality” dahin und sah eine entzückte Sophie Marceau in Verliebtheit taumeln. Der Abend endete mit der Aufführung von Romeo und Julia in der Burg.
    Liebesgeschichten also den ganzen Tag.

    Das Kind ist derzeit pubertierend, vielleicht verliebt vielleicht auch nicht – ich weiß es nicht, denn ich erfahre es, wenn überhaupt als Letzte.
    Egal, am Küchentisch sprach ich über Kondome, Verantwortung und Gefühle. Sie tut es ab, “Mama, ich bin erst 13″.

    Ignorieren?
    Wie in High School Musical?
    Wo die 16-jährigen ProtagonistInnen grade mal Bussi geben dürfen, wo keine Zunge weit und breit ist, wo von Verhütung noch nicht mal irgendwie gesprochen wird und die Eltern nur an der Karriere der Kinder interessiert sind? Wo die Eltern Trotteln sind?
    Verbieten?
    Wie in Shakespeares Stück, in dem zwar nicht der Sex der 13jährigen Julia explizit verboten wird, aber der falsche Romeo verbannt wird? Der Vollzug letztendlich doch passiert mit der tragischen Konsequenz des gemeinsamen Todes. Den Umgang mit den “falschen” Freunden verbieten?
    Ansprechen?
    Wie bei La Boum, wo die Urgroßmutter an das Urteilsvermögen von Vicki (13) appeliert. Möglichkeiten eröffnet und dabei doch hofft, dass sich das Kind “richtig” entscheidet. Was Vicki dann auch tut, kein Sex am Ende des Films zumindest ein neuer Freund.

    Aber mal zu etwas ganz anderem – ist diese prüde (Teenie-) Welt nicht entsetzlich?
    Wie soll da vernünftige Aufklärung stattfinden? Was sind die Vorbilder? DisneyScheiße?
    Highscoolmusical und Twilight (und hier bitte wird NICHT der neue Feminismus betrieben, nur weil sie angeblich will und er nicht!) – Mann und Frau treffen sich, singen sich ein bisserl was vor von Liebe und heiraten. Erster Freund, erste Liebe und das für IMMER!! oder Der coole Onkel Charlie der von einer zur anderen hüpft und keine Frau ist was wert.

    Spannend finde ich, dass mit La Boum im Vergleich zu heutigen Teeniefilmen extrem offen vorkommen – Sex wird angesprochen, nicht verboten, ständig neues Verlieben ist möglich und trotzdem keine Spur von Sexismus oder gar Pornographie. Der Vater hat ein Verhältnis, die Mutter auch (!obwohl sie schwanger ist!). Na gut, ein Happy End gibt es trotzdem – aber das darf im Film bitte schön auch gerne sein, das Leben ist eh hart genug.

    Und überhaupt Romeo und Julia – das Stück ist über 400 Jahre alt. Sex and Crime total! Romeo verliebt in Rosalind, erst dann erscheint Julia.  Na gut, heiraten mussten sie schon, aber sonst wär es ja auch wirklich ein Skandal gewesen – damals. Leider ohne Happy End, aber ja auch das ist das Leben.

     
    • amares um 7:54 pm am November 2, 2011 Permalink | antworten

      Ich will nieeee in diese Situationen kommen! So unangenehm!

    • Funkelblau um 9:39 am am November 3, 2011 Permalink | antworten

      Tja ich bin ja der Meinung die sexualitaet der Eltern geht die Kinder nichts an und Vice versa, Waeren da nicht die gefahren und die Verantwortung von verhuetung. Ich finde es aber ganz normal, dass toechter gerade mit ihrer muttter nicht darüber sprechen wollen, ein neues Feld der eigenstaendigkeit fernab vom Mutterschoß. Ist zwar schon a zeitel her, dass ich La boum sah, aber da redet die Sophie mit der grandmere, waehrend die Mutter gerade mit sich beschaeftigt ist. Mir persoenlich ist die pruederie, wie du es nennst, ich wurde es Schamhaftigkeit benennen, lieber als saturday Night fever. Auch hier muss man vertrauen und vielleicht ein paar broschueren aufs Klo legen, zur Ansicht. Aber ich hab noch! Leicht reden, meine 13 jaehrige lebt noch in Dreams are her Reality…Romeo und Julia sterben, weil sie annehmen der andere sei tot, man konnte auch als Botschaft lesen, glauben ist nicht wissen und nur im anderen den Lebenssinn im anderen sehen, bringt den Tod. Gewagte Interpretation, aber in jedem Fall gültig, für mich.

    • Funkelblau um 9:52 am am November 3, 2011 Permalink | antworten

      Nachtrag: den inneren Tod, meinte ich und liebe klingelfee, ATV erfuellt den bildungsauftrag, Teenager werden Mutter, ist die beste aufklaerung

    • Avatar of Kashia

      Kashia um 10:52 pm am November 3, 2011 Permalink | antworten

      auf facebook gibts eigene fanseiten von (bzw für) teenager werden mütter. und man mag es kaum glauben, aber da gibts EINIGE mädls, sie die twm protagonistinnen richtiggehend anhimmeln..

      • Funkelblau um 8:34 am am November 4, 2011 Permalink | antworten

        Na, denen ist dann aber wirklich nicht zu helfen..ich glaube ja, die groesste Abschreckung sind die uberdominanten junggrossmuetter, statt die ersehnte Freiheit? Fuer die jungen, setzt Oma die daumenschrauben… Nebst der Schwangerschaft hoffe ich, dass mein “Kind” wenn es dann soweit ist, körperliche naehe, als das sieht, was es eben ist, naehe. Na schau ma mal, einfach ist das nicht

  • Avatar of klingelfee

    klingelfee um 9:49 am am September 19, 2011 Permalink | antworten
    Begriffe: Kaffehaus, Selbstständigkeit   

    Doch keine Vorstandsvorsitzende (oder der Traum vom eigenen Café) 

    Jetzt fängt es an.
    Zumindest schreite ich schon etwas zügiger in Richtung Selbstständigkeit.
    Der Maklerschlüssel hängt am Schlüsselbund. Am Donnerstag haben Architekt, Baumeister, Betriebsanlagengenehmiger und wir eine “offizielle” Besichtigung. Dann werden wir sehen ob das Projekt “Kaffeehaus” Realität wird oder ein Traum bleibt.
    Derzeit gibt es in dem 180m² großem Ecklokal in der Taborstraße nicht mal einen Boden, keine Heizung, keine Elektrik und keine Toilette. Um auf die Galerie zu gelangen muss man über Bretter klettern, die Stiegen fehlen noch. Dafür gibt es eine tolle Fensterfont, eine Galerie (!), 5 Meter hohe Räume und zwei Eingänge. Mein persönliches Highlight ist die durchbrochene Ziegelwand, die den Raum teilt und verbindet. Sie erinnert mich an NY, das ich nur aus dem Fernsehen kenne.  

    Was wird das kosten? Sicheren Job aufgeben? Schulden? viel Arbeit? unsicheres Einkommen? Gar kein Einkommen?

    Und überhaupt wir haben noch keinen NAMEN

     

    to be continued…

     
    • mother mable um 9:54 am am September 19, 2011 Permalink | antworten

      Toi Toi toi!!!! Ganz viel Glück und Energie und Geld! Bin gespannt wie es weitergeht!

    • Funkelblau um 10:14 am am September 19, 2011 Permalink | antworten

      da waren doch soviele Namen schon im Spiel,
      ich wünsch das Beste nur Mut,
      sagt die Königin der Existenzängste

    • klingelfee um 11:17 am am September 19, 2011 Permalink | antworten

      Wir kommen auf keinen gemeinsamen Nenner –
      Kredenz?
      Etage?
      Garcon?
      Zum Eck?
      DaLi

    • mother mable um 11:52 am am September 19, 2011 Permalink | antworten

      Etage

    • klingelfee um 12:20 pm am September 19, 2011 Permalink | antworten

      *like it*

    • sana um 1:31 pm am September 19, 2011 Permalink | antworten

      Zum Eck!!! Ur super lustiger Name. Fotos bitte!

    • funkelblau um 9:08 pm am September 20, 2011 Permalink | antworten

      zwischendeck, blaue stunde, sidekick, Kabinett, kleinod, vonwegen, vertraut, deshalb! trotzdem, deswegen, genaü hier, schau genau, belle de jour, Ankerplatz, verweill, warat,zweite Chance, warum nicht, bleibda, Revival, schrankenfrei..thekenglueck…Lisi und David machen kaffee, expressiv, Manko, Lückenfuller, seelentrost, troestlicht, temperiert….

    • klingelfee um 6:29 am am September 21, 2011 Permalink | antworten

      Kabinett oder Thekenglück – thx

    • sylvia um 9:42 am am September 21, 2011 Permalink | antworten

      Thekenglück hört sich nach alkohol an….cafe kranz?

    • Funkelblau um 10:20 am am September 21, 2011 Permalink | antworten

      ich steh auf Zwischendeck

    • Funkelblau um 10:25 am am September 21, 2011 Permalink | antworten

      zu ebener Erd

    • Avatar of klingelfee

      klingelfee um 10:39 am am September 21, 2011 Permalink | antworten

      Cafe Kranz gibt es glaub ich schon – auf jeden Fall das Cafe Korb
      Ich hätt ja gern was wienerisches, altmodisches, ein bisserl französisches – etwas das mich an meine oma erinnert, aber trotzdem modern ist. Ich hätt ja Garconniere schön gefunden, aber angeblich zu negativ besetzt.

      • sylvia um 10:53 am am September 21, 2011 Permalink | antworten

        Eigentlich hab ich cafe kränzchen gemeint – bissi oma bissi modern

    • Funkelblau um 11:08 am am September 21, 2011 Permalink | antworten

      chaiselounge, faux pas. petits fours, la creme, avec plaisir, la bouche, bientot, entre nous, tete a tet(?)
      arrondissment, rendez vous, la deucieme, chapon, eclaire, … fehlende accents und Fehler zu entschuldigen,
      Luster, Saison, na meine Krativität ist erschöpft und nicht sehr ergiebig duette, foyer, Zuckerguss, Zuckerguss gefätlt mir aber,

    • klingelfee um 12:15 pm am September 21, 2011 Permalink | antworten

      chaiselounge das ist gut – weil da lungert man ja auch rum und zuckerguss ist auch sehr süss

    • Funkelblau um 1:16 pm am September 21, 2011 Permalink | antworten

      glasur, fauteuille(schreibt nman sicher anders, aber sitz im Büro) parterre,
      I have to stop now
      but i cannot

    • klingelfee um 1:19 pm am September 21, 2011 Permalink | antworten

      brainstorm excess – Fauteuil ist auch gut

    • Funkelblau um 1:24 pm am September 21, 2011 Permalink | antworten

      Sorry liebe Klingelfee, hier ist gerade so wenig Brain mehr Storm, das lenkte mich ab,
      auf die Beste aller Arten in Gedanken an Dich und Dein Projekt, jaja

  • Avatar of klingelfee

    klingelfee um 12:45 pm am September 6, 2011 Permalink | antworten
    Begriffe: Adrenalinspiegel, AutofahrerInnenlobby, Radweg, Rennstrecke, Sport, Umwelt   

    Mobilität (oder tägliche Radwahnsinn) 

    Jeden Tag bange ich um mein Leben.
    Okay, nicht ganz so dramatisch, aber nach zwei Häferl Kaffee in der Früh steigt mein Adrenalinspiegel deutlich an, wenn die AutofahrerInnen den Radweg ignorieren, absichtlich so im Stau stehen, dass kein Moped oder Rad daran vorbei kommt und letztendlich in Kreuzungen hineinfahren, die bereits in alle Richtungen blockiert sind.
    Na gut, um jetzt nicht die AutofahrerInnenlobby zu verärgern – nicht alle AutofahrerInnen sind so.
    Seit gestern ist der innerstädtische Verkehr wieder sprunghaft angestiegen, am Kai stauen sich die Autos, in denen oftmals nur eine Person sitzt. Durch die Teinfaltstraße brausen dicke SUVs, der Ring wird zur Rennstrecke. Obwohl ich fast durchgehend einen Radweg benutze hatte ich schon mehrere “Fast-Unfälle” – Autos die mich übersehen haben, Autos die mein Tempo falsch eingeschätzt haben, Autos die mich einfach ignorierten und die, die gar nicht wissen, dass RadfahrerInnen zu VerkehrsteilnehmerInnen zählen.

    Anfangs wollte ich ja dass das Kind mit dem Rad fährt - dem Sport, der Umwelt wegen.
    Heute zittere ich wenn sie mit dem Rad zur Oma fährt, quer durch den Zweiten, durchgehend auf dem Radweg.

    Ich wünschte Wien wär ein bisserl wie Amsterdam oder Berlin. Nie war Radfahren so angenehm, nie fühlte ich mich so sicher auf dem Rad, wie in einer dieser Städte. ampel frankturter tor Mobilität (oder tägliche Radwahnsinn)

     
    • paulina um 1:02 pm am September 6, 2011 Permalink | antworten

      Stimmt! Aber bei uns haben leider nicht einmal die Grünen einen Plan was Radwege angeht.

    • Radowahn um 5:36 pm am September 8, 2011 Permalink | antworten

      ja die spinnen die autofahrer! und erst die fußgänger! manchmal wundere ich mich, daß die überhaupt gehen können, gleichgewicht, mal links mal rechts und so…wow.
      ab jetzt nur mehr mit kleinen farbkügelchen (wasserlöslich, keine sorge) unterwegs, und wenn so ein glatzkopf im porsche-cario meint er muss bis zur nächsten roten ampel auf 100 beschleunigen, gibts eine neue lackierung für den boliden, ganz kostenfrei, haha! so lautet zumindet der plan bzw. dann wach ich immer nass auf….MAMA?!

  • Avatar of klingelfee

    klingelfee um 8:18 am am August 30, 2011 Permalink | antworten
    Begriffe: Arbeiter-Samariter-Bund, Care, , Diakonie, Hilfswerk, http://nachbarinnot.orf.at, Hunger in Ostafrika, Malteser Hospitaldienst, Marillenmarmelade, Marmelade, Rotes Kreuz, Volkshilfe   

    Eingekocht (oder der herrliche Geschmack der eigenen Früchte) 

    rezept zwetschken pflaumen holler marmelade bild nr 2 300x225 Eingekocht (oder der herrliche Geschmack der eigenen Früchte)Heute früh kostete ich die wunderbare Marmelade, die ich kürzlich aus Holler und Zwetschken aus dem Garten fabrizierte.
    Sie schmeckt wirklich einmalig. Zum ersten Mal ist mir das perfekte Verhältnis zwischen Holler und Zwetschken geglückt. Der Zimt gibt der Marmelade eine zusätzliche Geschmacksnuance, die schon ein wenig an den nahenden Herbst erinnert.
    Aber Gott sei gedankt, habe ich auch den Frühling eingekocht. Marillenmarmelade mit einem Schuß Rum und Zimt, ebenso wie das glibbrige Ribiselgelee, das trotz unglaublich viel Zucker leicht säuerlich schmeckt.
    Das frische Brot mit Butter und Marmelade aus eigenen Früchten, herrlich, so kann der Tag beginnen.

     

    Wenn da nicht die Kinder wären – die, die mich verhungernd aus der Zeitung anblicken.
    Die Marmelade verliert den Geschmack und schmeckt schal. Jeden Kilo zuviel spüre ich.

    Kennwort “Hunger in Ostafrika”
    Ktnr: 91.091.200
    BLZ 60000

    IBAN:   AT546000000091091200
    BIC:     OPSKATWW

    Onlinespenden: http://nachbarinnot.orf.at

    SMS Spende unter: 0664 / 660 44 66

    Beteiligte Hilfsorganisationen: Arbeiter-Samariter-Bund, Care, Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Malteser Hospitaldienst, Rotes Kreuz, Volkshilfe

     

     
    • Funkelblau um 8:49 am am August 30, 2011 Permalink | antworten

      BRAVO! für diesen Beitrag (13 uhr?)

    • fanny um 6:37 pm am August 30, 2011 Permalink | antworten

      Du hast mich eingekocht!

  • Avatar of klingelfee

    klingelfee um 7:29 am am August 29, 2011 Permalink | antworten  

    Wetterkapriolen oder Mutter-Tochter-Telefonate 

    Durch NY fegt Irene. Auch LE bleibt von Wetterumschwüngen nicht verschont!
    Samstag  – wir sind zum Grillen nach LE eingeladen, im Auto rinnt mir, trotz des Nichts, das ich an habe, der Schweiß den Buckel runter. Töchterchen und ich springen, kaum bei den FreundInnen eingelangt voller Übermut in den Pool, aber das Wasser hat Thermalbeckentemperatur. Egal! Hauptsache naß!
    Nach dem Grillen verziehen wir uns ins klimatisierte Wohnzimmer und würfeln, erzählen von den Urlauben und sehen uns auf dem überdimensionalen Fernseher Serien an.
    Als wir uns gegen 20 Uhr auf den Nachhauseweg machen schlägt uns eisige Luft entgegen, zitternd sprinten wir zum Auto und drehen die Heizung an.
    Auch am Freitag, dem angeblichen heißesten Tag des Jahres habe ich geschwitzt, gemütlich lieg ich mit einer Freundin aus Südtirol auf der Donauinsel – auf der Jagd nach dem schönsten Platz.
    Ihr Telefon läutet – ” Jo Mama, bei uns isch a hoaß. Na – wird nit kühler in der Nocht. Wos? – Ka Schnee mehr?”
    Nach dem Telefont lachen wir – Mütter!
    Ortswechsel – Frankreich/Italien. Mein Telefon klingelt: “Bei uns ist es kalt, wie ist das Wetter bei Euch?” – “Gut, die Sonne scheint, aber nicht zu heiß” – “Das freut mich, bei uns regnet es die ganze Zeit” – “Arme Mama, schade dass es in Wien heuer so kalt ist – bei uns scheint die Sonne.” “Ach die Sonne!” – “Du Mama, ich hör jetzt auf! Is ein bisserl teuer um aus Frankreich/Italien über das Wetter zu plaudern.”
    Zwei Tage später – “Ja – noch immer scheint die Sonne und es ist nicht zu heiß!”

    Ich liebe das Wetter – nichts ist so ergiebig wie ein schöner Plausch über das Wetter!

     
  • Avatar of klingelfee

    klingelfee um 8:06 am am August 25, 2011 Permalink | antworten
    Begriffe: Affären, Bettler, Depressionen, ehrenamtlichen Tätigkeit, gute Eltern, gute Mutter, Leidenschaft für ihre Hunde! Selbstbewusst und selbstbestimmt, Leidenschaft für Kunst, Leidenschaft für Partys, Pegeen, Peggy Guggenheim, Teil der Gesellschaft   

    Gute Menschen – gute Eltern? Peggy & Pegeen 

    Sind gute Menschen automatisch gute Eltern – und was ist GUT?

    Ich sage von mir, ich bin ein guter Mensch, ich versuche nicht an BettlerInnen vorbei zu gehen ohne sie zumindest mit einem Lächeln (um das sie sich natürlich nichts kaufen können, aber das ihnen vielleicht das Gefühl gibt, Teil der Gesellschaft zu sein) zu bedenken.
    Ich versuche regelmäßig meiner ehrenamtlichen Tätigkeit nachzugehen.
    Ich versuche meinen FreundInnen eine gute Freundin zu sein (was immer das auch heißen mag).
    Ich versuche keine Vorurteile zu haben.

    Aber immer gelingt es nicht, da laufe ich mit gesenktem Blick an BettlerInnen ohne Beine vorbei, blicke schamhaft auf die Seite; melde mich beim Ehrenamt krank, weil ich einfach lieber schwimmen gehe; habe keine Zeit für FreundInnen und manchmal verdamme ich Menschen, nur weil sie einem bestimmten Stereotyp entsprechen.

    Aber bin ich, weil ich meine ein guter Mensch (mit menschlichen Schwächen) zu sein, auch eine gute Mutter?

    Ich arbeite – also gehe ich nicht mit dem Kind ins Bad/Museum/Park.
    Nach der Arbeit freut es mich oft nicht noch Aktivitäten zu planen, lieber gehe ich mit FreundInnen noch was trinken und lasse das Kind allein zu Hause. Nicht immer koche ich am Abend. Das Brot fürs Frühstück muss sie sich selbst besorgen. Ich nehme mir nicht immer Zeit für Erklärungen.

    Aber he – bis auf pubertäre Ausfälle ist das Kindi eigentlich ganz gut drauf – sie kommt  – irgendwie halt - in der Schule mit, lässt sich hin und wieder umarmen, grenzt (soweit ich weiß) niemanden aus und schafft es zu Anderen freundlich zu sein. Recht viel für 13 Jahre!

    Also habe ich etwas richtig gemacht – guter Mensch – gute Mutter! Aber ich bin ein “Fall”. Nur einer!

    Eine Frau die mich beeindruckte, bereits bevor ich in Venedig war, ist Peggy Guggenheim
    - sie “hat alles gelebt”.
    Ich meine sie war eine “gute”, auf jeden Fall eine beeindruckende Frau. Aber war sie auch eine gute Mutter? Affären, Leidenschaft für Kunst, Leidenschaft für Partys, Leidenschaft für ihre Hunde! Selbstbewusst und selbstbestimmt!
    Ihre Tochter Pegeen litt an Depressionen, zog nach der Scheidung von ihrem ersten Mann zu ihrer Mutter nach Venedig. 1967 starb sie an einer Überdosis.
    296862 198506950213274 100001619128181 568926 4766623 n 225x300 Gute Menschen   gute Eltern? Peggy & Pegeen

    (Peggy Guggenheim und ihre Hunde)

    Reicht es “gut” oder beeindruckend zu sein, um gute Eltern zu sein? Was macht es aus?

     
    • Avatar of Kashia

      Kashia um 8:53 am am August 25, 2011 Permalink | antworten

      ich weiss nicht, ob ich ein guter mensch bin.. gut, ich bringe niemanden um (obwohl ich manchmal echt das bedürfnis hätte), quäle keine tiere, achte auf halbwegs umweltschonende lebensweise. eine gute lebensgefährtin bin ich sicher nicht. ich mache meinem freund oft szenen, gebe sein geld aus, nehme mir manchmal freiheiten heraus, die er nicht hat. trotzdem liebt er mich und ist gerne mit mir zusammen. also bin ich anscheinend für ihn doch gut..

      aber ich denke schon, dassnich eine gute mutter bin. ja ich schrei sie mal an, ich geh in keine einlullenden babygruppen, ich bin auch mal mit ihr den ganzen tag shoppen, obwohl ihr spielplatz oder so sicher mehr gefallen würde. aber ich gebe ihr soviel liebe, wie ich nur kann! und das ist meiner meinung nach das wichtigste! und das hat nichts mit geld, zeit oder sonstigem zutun.
      eine karrieremachende mutter, die eine woche im monat auf einem meeting im auslabd ist kann genauso eine gute mutter sein, wie eine die sich dazu entscheidet zuhause zu bleiben. eine wohlhabende mutter ist nicht automatisch eine bessere mutter, als die, die vom exsistenzminimum lebt.

      ich denke “gut” ist ein begriff, den jeder für sich selbst definieren kann.

      ob ein “guter” mensch automatisch eine gute mutter ist wage ich zu bezweifeln. ist höchstwarscheinlich meistens so, aber sicher nicht immer..

    • Funkelblau um 1:17 pm am August 25, 2011 Permalink | antworten

      hm, philosophische Fragen.
      Ich denke bei Müttern reicht es nicht”gut” zu sein, sondern, der Anspruch von Außen(und zumeist dann auch von Innen) ist PERFEKTION und keiner weiß wie die auszuschauen hat, viele tuen aber so, es gibt sie nicht. also ein unerreichbares Unterfangen.

      Wer sich selbst Schwächen verzeiht, mehr noch, diese als liebenswert empfindet, der schenkt seinem Kind viel Freiheit und sich selbst den Raum, das zu sehen was da ist und nicht immer nach mehr zu schielen.
      Es gibt viel zwischen Gut und Böse, Lebendigkeit.

  • Avatar of klingelfee

    klingelfee um 11:51 am am August 23, 2011 Permalink | antworten  

    Antisemitismus in einem bestimmten Gewand – Danke Doron Rabinovici 

    Liebe L,

    ich habe den Blogeintrag überhaupt nicht als Angriff gegen die Intellektuellen empfunden, sondern als gerechte Empörung über einen, der sich kritisch, kulturell interessiert und engagiert gibt, aber über Juden herzieht.  Es gibt einen Antisemitismus unter Intellektuellen, einen Antisemitismus, der sich gebildet, kritisch und links gibt. Antisemitismus ist kein Parteiprogramm und kein Schichtproblem. Es ist ein irrationales Phänomen, das sich durch die ganze Gesellschaft zieht. Eine Passion, die gebildete und ungebildete Menschen erfassen kann. Der Antisemitismus unter den vermeintlichen Antirassisten tut, als wäre er aufgeklärt und modern. Es ist aber nichts als Ignoranz, sich im zweiten Bezirk darüber zu echauffieren, die jüdische Gemeinde sei hier nicht natürlich gewachsen. So klingt die Apologie der Barbarei, die einst den Bezirk judenrein machte.
    Dabei ist vollkommen irrelevant, ob einem die orthodoxen Kinder in ihren Kleidern und Strümpfen leid tun. Mitleid kann ich nur spüren, solange ich damit nicht Haß schüren will. Es geht um die Stoßrichtung, mit dem dieses Mitleid für das Ressentiment mißbraucht wird. Vom Mitleid sprach der Mann nur, um seine Abscheu zu verbergen.
    Ob der Typ ein Intellektueller ist, weiß ich nicht. Der Titel des Eintrags ist sicher pauschalisierend, aber es geht nicht darum. Sie schreiben von einer Praxis, die über Juden herzieht, aber nie zugeben würde, antisemitisch zu sein. Der Mann würde abstreiten, ein Rassist zu sein. Sie fragen zurecht: Was juckt ihn, wie die ultraorthodoxen Kinder herumrennen? Aber es juckt ihn eben. Ein Juckreiz, dem er unbedingt nachkommen will, und je mehr er sich ihm hingibt, umso stärker wird der Reiz, sich wiederum über Juden auslassen zu können. Und so weiter …

    Polly hat recht, wenn sie auf die Intellektuellenfeindlichkeit verweist. Hierzulande ist ein Intellektueller zumeist, wer als solcher geschimpft wird. Es stimmt auch: Das Wort Gutmensch kam auf, um die ethische Sensibilität zu diffamieren. Diejenigen, die ohne Unterlaß über die so genannten Gutmenschen schimpfen, tun es nur, um zu behaupten, sie wären die wahren Guten. Aber Ihr Blog ging von einer konkreten Situation aus. Der Skandal ist, was der Mann von sich gab. Nicht der Titel ihres Eintrags. Der mag verallgemeinernd sein. Vielleicht ist er auch falsch. Darüber könnte lange gesprochen werden, und es hinge davon ab, was mit dem “Antisemitismus der Intellektuellen” eigentlich gemeint ist. Ein Antisemitismus unter Intellektuellen oder der Antisemitismus der Mehrheit der Intellektuellen?

    Aber Polly greift sie ein wenig heftig an, ohne wirklich auf das Zentrum der Auseinandersetzung einzugehen. Ja, mehr noch: Zunächst fragt Polly, woher Sie denn wüßten, daß dieser Kerl links sei. Dabei sagten Sie ja gar nicht, er sei links. Sie wirft Ihnen das Wort Gutmensch vor. Dabei verwendeten Sie es überhaupt nicht. Was ist also Pollys Problem? Sollte das Problem nicht sein, daß der Mann, der sich zumindest gerne intellektuell, säkular und modern gibt, antisemitisch ist? Sollte das Problem nicht sein, daß es einen Antisemitismus unter vermeintlichen und tatsächlichen Intellektuellen gibt?
    Es ist eben nicht unwichtig, ob der Mann Arbeiter oder Akademiker, ob er FPÖler oder ein sogenannter Linker ist. Sie schreiben mit gutem Grund von einem Antisemitismus, der in einem ganz bestimmten Gewand auftaucht. 
    Beste Grüße,
    Doron Rabinovici

     
    • Funkelblau um 12:39 pm am August 23, 2011 Permalink | antworten

      jeder sagt ja von sich, er/sie sei tolerant, solange man einer Meinung ist.
      Das mit dem Mitleid hat mich den ganzen Abend beschäftigt. Wer seine Kinder liebt, vermittelt ihnen die eigene Sicht der Welt. Wem steht es zu, das zu beurteilen?

      Unter der Prämisse von Liebe und Gewaltfreiheit (das betrifft alle, unabhängig von Glauben, Herkunft, Schicht) prägen wir das Leben unsere Kinder,
      und unahängig davon sind manche glücklich, manche weniger,

      genau da aber zeigt sie sich die Toleranz, denn ich kann weder die Richtigkeit des Glaubens beweisen, noch das Gegenteil.
      aber wertschätzen das, was ich vielleicht selbst nicht verstehe und mir fremd ist.

    • polly um 6:02 pm am August 23, 2011 Permalink | antworten

      interessant! doch ich (mann, jüdische mutter, säkulär) habe eine andere einstellung.mir ist es egal, ob antisemitische ausfälle von einem so genannten “prolo”, einem “mistkübler” oder einem volxxkinobesucher kommen.es stimmt, der skandal ist, was de rmann von sich gab. ich erwarte mir aber nicht “mehr” von einem intellektuellen als von einem “prolo”

    • funkelblau um 6:19 pm am August 23, 2011 Permalink | antworten

      das könnte jetzt ewig so weitergehen. ich verstehe dich nicht. es steht doch außer Zweifel, dass es um den Inhalt ging. es wurde eine Szene beschrieben, ein eindruck der Person. mir scheint, du hattest dich so festgebissen an dem, Wer das sagte und wie er beschrieben wurde, seinger Raum nahm der Inhalt war. bei manchen Dingen geht es nicht, um das was man erwartet, auch nicht, ums recht haben. was er sagte, sagte genug über ihn selbst. der Inhalt wäre zu diskutieren, aber auch die Reaktion. für meinen Begriff steht das in keinem Verhältnis. zumindest brach mal etwas auf im babylog, hinter den Fassaden.

    • funkelblau um 6:22 pm am August 23, 2011 Permalink | antworten

      sorry für die iPhonevertipper

    • polly um 6:30 pm am August 23, 2011 Permalink | antworten

      ach, ich find schon okay, dass auf babylog so hitzig diskutiert wird! aber ja, du hast recht. und gehts ja im grunde wirklich allen um den inhalt. ich wollte nicht verletzend werden, sorry dafür, falls das so rüberkam. mir ist das wort “intellektueller” in der überschrift und dann “gutmensch” einfach nur sauer aufgestossen

    • sakra um 7:53 pm am August 23, 2011 Permalink | antworten

      Ich bedanke mich für einen sehr unterhaltsamen und ausgewogenen Thread mit deutlicher Spannungskurve!

    • Polly um 9:42 pm am August 23, 2011 Permalink | antworten

      Eine Frage, hab ich allerdings schon noch: warum, liebe klimgelfee, gehst du davon aus, dass dieser mensch “gebildet” ist-wie du ja auch in dem mail an herrn rabinovici schreibst?

      • Avatar of klingelfee

        klingelfee um 7:32 am am August 24, 2011 Permalink | antworten

        wollen wir darüber diskutieren was gebildet heißt? Nun ich mache es an der Bildung fest. Und auch am Habitus. Der Habitus beschreibt vereinfacht geschrieben das Auftreten und das Verhalten. Dieser eröffnete sich für mich aus den Äußerungen, die jener Mann von sich gab (am Anfang des Gesprächs).

    • Funkelblau um 7:46 am am August 24, 2011 Permalink | antworten

      weil sie das darf!! Es ist nicht verboten seine Eindrücke zu beschreiben, solange niemand den Anspruch auf absoute Wahrheit für sich einnimmt.

      Der Skandal sind seine Aussagen und dass ernshaft darüber diskutiert wird, ob ergebildet ist, intellektuell oder was auch immer.

      Ich habe schon oft erlebt, von Menschen, deren hoher Bildungsgrad, Belesenheit, Kuturinteresse mir bekannt war,
      die aus dem Off den Holocaust mit der Politik Israels relativieren wollten.

      Stammtischgespräche (egal von welcher gruppierung) und weiter zum Wetter.

      Mir graust.

    • Polly um 4:40 pm am August 24, 2011 Permalink | antworten

      Mir graust auch.eine diskussion darüber, wer gebildet ist, dessern/deren Habitus und Intellektuellenfeindlichkeit im allgemeinen fände ich interessant

  • Avatar of klingelfee

    klingelfee um 8:24 am am August 22, 2011 Permalink | antworten
    Begriffe: HC, Israel, Leopoldstadt, Orthodoxen, orthodoxen Juden, Traditionen, Volxxkino   

    Der Antisemitismus der Intellektuellen 

    Freitag – Der letzte Abend ohne Kind und ich sitz mit FreundInnen in meinem Stammwirtn. Aber es ist zu heiß, eine Freundin und ich gehen zur Bar und wollen bezahlen. Ich erzähl vom Woody, neben uns ein Mann, etwa 45, “ich war im Volxxkino am Karmeliterplatz, ein Film über Israel – echt sehr gut und so interessant”.
    Unser Gespräch gleitet zu den orthodoxen Juden und Jüdinnen die eigentlich nur in der Leopoldstadt anzutreffen sind.

    “Irgendwie sind die suspekt. Wir haben einen Kulturverein und “die” wollten kein Projekt mit uns machen.” – (So what?? Verdonnere ich Dich ein Projekt mit den BewohnerInnen aus der Rennbahnsiedlung zu machen – und zwar jene Ideen umzusetzend, die sie sich ausgedacht habe? Und wer verdammt nochmal sind “die”?)

    “Denen gehört eh der ganze Zweite. Ich weiß das, ich wohn seit 20 Jahren hier.” (Der ganze Zweite?? Und du hast es noch immer nicht zu einer Eigentumswohung gebracht und bist neidig oder was? )

    “Die “reichen” Juden holen die armen Orthodoxen her und halten sie dumm!” – (Dazu fällt mir jetzt gar nix ein)

    “Die armen Kinder, die dieses Gewand tragen müssen” – (Die armen Frauen, die High Heels tragen müssen, die armen Frauen die Kopftuch tragen müssen, die armen … – Alter! denk bevor du sprichst – Traditionen brauchen Zeit um sich zu ändern und manche kleiden sich trotzdem gern so – und überhaupt STÖRT ES DICH?)

    “Irgendwie ist das so unnatürlich – die jüdische Gemeinde ist ja nicht gewachsen, die werden ja alle reingeholt von den Reichen”

    DA IST MIR DANN DER SCHÄDL EXPLODIERT!

    GEWACHSEN??? – Wie bitte? Im Geschichtsunterricht gefehlt? So wie die Rosenkranz? Vergessen dass in Wien 180.000 Juden und Jüdinnen vertrieben und ermordet worden sind?

    “Aber ein Großteil ist nach Amerika, warum sind die nicht zurück?” – Aber aber, ein Großteil ist ermordet, der Rest will nicht zurück in ein Land, in dem deine Nachbarn, deine “Freunde” deine Eltern und Geschwister umgebracht haben. – DAS hab ich mir dann erspart – hab mich umgedreht und bin auf die Straße!

    Den HC findet er übrigens echt schlimm!

    Alter! Ich find dich schlimm!

     
    • Funkelblau um 8:32 am am August 22, 2011 Permalink | antworten

      Hast ihm das auch gesagt?

    • Avatar of klingelfee

      klingelfee um 8:34 am am August 22, 2011 Permalink | antworten

      nicht mit den Worten, aber er hat es mitbekommen – kapiert hat er leider gar nix

    • Funkelblau um 8:51 am am August 22, 2011 Permalink | antworten

      nimm mich mal wieder mit zum Stammwirt und wenn er da ist, dann kurz Themenkreis aktivieren und bei der ersten blöden Meldung, ein kalter Blick in seine Augen, ihn einfach stehen lassen (man muss sich wirklich nicht alles anhören)
      Beim nächsten Klezmerevent sitzt er dann irgendwo rum, swingt mit und lässt sich aus über die Freuden des Judentums…
      Mit Solchen macht es keinen Sinn zu diskutieren und Plattform für Ihre Dummheit sein.
      Da ist mir der HC sogar lieber, da weiß man zumindest

    • chakana um 9:16 am am August 22, 2011 Permalink | antworten

      Support!

    • polly um 9:36 am am August 22, 2011 Permalink | antworten

      woher weisst du, dass er ein linker ist? nur, weil er ins volxkino geht und “den “HC schlimm findet”?

      • Avatar of klingelfee

        klingelfee um 9:42 am am August 22, 2011 Permalink | antworten

        Hab nicht geschrieben, dass er Links ist. Nur ein “Intellektueller”. Kulturverein – Volxxkino – Akademiker
        Wobei ich damit eigentlich die verallgemeinerte “Klasse” meine. So wie “Bobo”, “Prolo” oder “Tussi”.
        Politisch sehr schwammig, aber ich denke fast alle können sich darunter etwas vorstellen oder haben ein Bild dazu.

    • Funkelblau um 10:29 am am August 22, 2011 Permalink | antworten

      ist doch Blunznwurscht, welche Schublade, links, rechts, oben, unten, der Inhalt zählt und wenn der unter jeder Kritik ist, dann schwupps weg.

      Klingelfeechen meinte glaube ich, dieses offene, kulturprestigesammelnde, oberfächliche, halbwissende Gutmenschgetue, was sofort bricht, wer erst so tut als hätte er keine Vorurteile(die hat meiner Meinung jeder, sich damit auseinanderzusetzen, das ist das worauf es ankommt, sich zu hinterfragen), da schlummert es und wenn es dann herausbricht, weil man glaubt gleichgesellte gefunden zu haben, dann….. brr

    • polly um 11:55 am am August 22, 2011 Permalink | antworten

      ich habe ein problem mit dem wörtchen “gutmensch”, genauso, wie ich ein problem mit intellektuellenfeindlichkeit habe, da diese mehr als gefährlich ist, wenn man sich die letzten hundert jahre der europäischen geschichte ansieht.
      die schubladen “links” “rechts” “mitte” sind mittlerweile ohnehin obsolet. jede_r hat vorurteile, auch ich. niemand ist davor gefeit. orthodoxe jüdInnen sind mir genauso suspekt wie alle anderen orthodoxen gruppen diverser anderer religionen. man sollte den typen befragen, warum er so einen mumpitz daherredet. und ja, mir tun mädchen die kopftücher tragen müssen (oktroyiert, btw) und Kinder orthodoxer Juden udn JüdInnen auch leid.

    • Avatar of klingelfee

      klingelfee um 12:11 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

      ich habe ein Problem mit Menschen die meinen ach so intellektuell und ach so gebildet zu sein und letztendlich antisemitisch sind.
      Und suspekt sind mir echt nur Menschen, die andere nicht tolerieren. (btw – suspekt – verdächtig)
      Und wegen Intellektkuellenfeindlichekit – ich nehme an, du meintest das führte letzendlich zum 2 WK? Verstehe ich da was falsch? Und nein, nicht das führte zum 2 WK sondern der Antisemitismus der durchaus von Intellektuellen gelebt wurde, wird.
      Ich finde jeder der meint, gut gebildet und intellektuell zu sein, sollte sich erstmal mit sich selbst auseinandersetzen – das zeichnet Menschen aus. So wie auch ich meine Vorurteile (die ich habe) reflektiere!
      Aber warum hast DU ein Problem damit, dass es Intellektuelle Antisemiten und -semitinnen gibt?

      NACHTRAG: Hättest Du ein Problem damit, wenn der Eintrag über mein Erlebnis mit meinem Mistkübler handelt, der am Rennbahnweg wohnt und sich darüber aufregt, dass die Juden und Jüdinnen bei ihm nicht mitmachen und den Dreck wegräumen? Wenn es die Schlecker Verkäuferin wär, die sich aufregt darüber, dass die Juden und Jüdinnen nicht grüßen, wenn sie das Geschäft betreten?

    • Funkelblau um 12:29 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

      ich verstehe diese Diskussion nicht. Darf man überhaupt zu nichts mehr Stellung beziehen, kritisiert man einen BASHED man gleich alle oder wie? Was heißt denn Intelektuellenfeindlichkeit, ist ein Wappler der ins Volxkino geht ein Intellektueller? Häh? Vielleicht ist es zu heiß, sowohl von den Temperaturen, als auch vom Thema..
      Charkter und Ethik haben nichts mit dem Bildungsgrad zu tun, nicht einmal mit Begabung oder Genie, dieses kann so oder so eingesetzt werden, aber ich glaube es ist zu heiß..
      vieles ist zu heiß und brodelt in diesem Land,

      das sich immer schon schwer tat, Stellung zu beziehen, es wurde ja nur gezogen…ach Opfer, Opfer ,
      keine Täter

    • polly um 12:29 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

      warum gehst du denn a priori von der annahme aus, dass sich intellektualität und antisemitismus automatisch ausschliessen?
      und was ist denn für dich überhaupt ein “intellektueller” oder eine “intellektuelle”? wie wird man dazu?
      ich finde deine überschrift unglücklich gewählt, ein grosses “problem” damit habe ich nicht allerdings nicht, denn ich habe letztendlich deinen text dann ja auch gelesen
      was deine argumentation betrifft: ich rede nicht von bellizismus, was mich interessiert, ist wie es zu antisemitismus kommen kann, die ursachen des zweiten wk’s sind fuer mich eher sekundaer
      es gibt diverse theorien, warum gerade in deutschland und österreich der holocaust möglich war (und gerade ist auch wieder ein hervorragens buch dazu erschienen). auch dazu gibt es unzählige theorien von historikerInnen. warum es eben bei uns und in anderen ländern, wo die gesellschaftliche situation der juden und jüdinnen ähnlich war,wiederum nicht zu einem genozid kam ein schlagendes argument war immer intellektuellenfeindlichkeit und plumper neid-und das in jeden faschistischen system-darum wäre ich da ganz vorsichtig in ein simples intellektuellenbashing zu verfallen. ob der typ intellektuell (wie immer du das für dich definierst) ist, ins volxkino geht, einen kulturverein hat oder nicht. das tut nichts zur sache. das macht ihn weder zu einem “gutmensch” oder einem intellektuellen feindbild. gerade in ö. hat intellektuellenfeindlichkeit eine lange (auch mediale) tradition. das fand und finde ich immer noch erschreckend

      • polly um 12:34 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

        warum der wappler, der ins volxkino geht, ein intellektueller ist, will ich ja eben wissen. die frage, funkelblau, stellst du ja auch gerade. ich kann die überschrieft “der antisemitismus der intellektuellen” nicht nachvollziehen, daher frage ich nach und beziehe eben weiter unten auch stellung.

        • Avatar of klingelfee

          klingelfee um 12:35 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

          ich meinte das:
          “Klingelfeechen meinte glaube ich, dieses offene, kulturprestigesammelnde, oberfächliche, halbwissende Gutmenschgetue, was sofort bricht, wer erst so tut als hätte er keine Vorurteile(die hat meiner Meinung jeder, sich damit auseinanderzusetzen, das ist das worauf es ankommt, sich zu hinterfragen), da schlummert es und wenn es dann herausbricht, weil man glaubt gleichgesellte gefunden zu haben, dann….. brr”
          und auch das

          “Wobei ich damit eigentlich die verallgemeinerte “Klasse” meine. So wie “Bobo”, “Prolo” oder “Tussi”.
          Politisch sehr schwammig, aber ich denke fast alle können sich darunter etwas vorstellen oder haben ein Bild dazu.”

          meine Überschrift – mein Blog!

          NACHTRAG: ich will/habe eben aufzeigen/aufgezeigt, dass sich Intellektuell und Antisemitisch nicht ausschliessen.
          Definition ist im übrigen Definitionssache!

          • polly um 12:38 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

            gut, dann ist ein “gutmensch” also ein “intellektueller”

    • polly um 12:44 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

      wenn du einen blog hast, musst du dir darüber im klaren sein, dass auch (kritisch) nachgefragt werden kann. du musst nicht antworten- das steht dir in DEINEM blog natürlich frei!
      mein stellungbeziehen-mein posting-in einem öffentlichen forum, btw

      • Avatar of klingelfee

        klingelfee um 12:45 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

        Ich antworte, oder nicht?

        übrigens auch wenns keine wissenschaftliche Quelle (WIKI) ist:
        Der Begriff Intellektueller (lat intellegere – verstehen) bezeichnet im Allgemeinen eine Person, die – meist aufgrund ihrer Ausbildung und Tätigkeit – wissenschaftlich oder künstlerisch gebildet ist.

    • polly um 12:48 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

      ich habe wissen wollen, wie du das für DICH definierst.nicht wie es jemand (oder mehrere menschen nacheinander) in wikipedia eingetragen hat/haben. weil es mich interessiert hat.weil mir die überschrift (gepaart mit dem wörtchen “gutmensch”) sauer aufgestossen hat.einfach aus interesse

    • Funkelblau um 12:48 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

      ich versteh das nicht, als bin ich dumm
      ich habe eine Meinung,also bin einseitig.
      ich hasse das Wort BASHINg, also bashe ich
      ich will über was diskutieren, also bin ich streitsüchtig
      ich backe KEINE Kuchen, also bin ich eine Rabenmutter

      ich will mich widerlegen lassen, also bin ich kritikfähig
      ich kann sachlich bleiben
      also bin ich klug

      ich kann aber auch emotional erregt übers Ziel schießen
      deswegen
      bin ich Mensch

      • polly um 12:49 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

        ist das von erich fried?

        • Funkelblau um 12:49 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

          nein grad wild von mir getippt

          • Funkelblau um 12:52 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

            ich finde es so schwierig die Kommunikation, aber ich, ich habe sie gern, die Auseinandersetzung,
            intellektuell bin ich dewegen wahrscheinlich nicht und literarisch begabt auch nicht,

            das ist mir schon bewußt

      • Avatar of klingelfee

        klingelfee um 1:15 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

        Also bitte, ich backe Kuchen und koche sogar Marmelade ein ;)
        Und ich bin nie emotional!

    • Avatar of klingelfee

      klingelfee um 1:06 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

      Nochmals:
      IntellektuelleR als Bezeichnung für eine “Klasse” die gebildet ist und sich in Tätigkeitspositionen befindet, von denen man oftmals Dinge verändern kann.
      Und jetzt ganz einfach mal frei von der Leber weg – ICH FINDE ANTISEMITISMUS GRAUENHAFT und jede Gleichsetzung/Gleichschaltung damit ist nicht zu rechtfertigen.

      Der Antisemitismus hat zu einem furchtbaren, beispiellosen und einmaligen Verbrechen geführt, das nicht erklärbar, nicht entschuldbar ist. So einfach ist das! Und wenn dann “Intellektuelle”, die “Einfluss” und “Macht” haben antisemitisch agieren, dies aber nicht sehen wollen/können, dann finde ich das sehr schlimm. UND GANZ BESONDERS IN DER LEOPOLDSTADT

    • polly um 1:24 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

      nicht jeder/ jede Intelektuelle sitzt an den Hebeln der Macht, “die intellektuellen”, die “gutmenschen”, vielleicht noch dazu beides und dazu noch “linkslinke kulturschickeria”ich finde das ist eine verhetzende (kleinfformatige) diktion. ich denke, man sollte mit solchen formulierungen mehr als vorsichtig sein.gerade in der heutigen zeit.da du dich sehr mit der matere befassen dürftest, müsstest du eigentlich wissen, wie menschen auf das “wort” gutmensch reagieren. für sie ist es die schlimmste beleidung und eine verhetzende wortwahl
      den gleichsetzungs-satz verstehe ich nicht. der holocaust ist das grösste verbrechen des 20. jahrhunderts. auf antisemitsiche äusserungen sollte jeder/e von uns höchst alarmiert reagieren und alles dafür tun, damit so etwas nie wieder passieren kann.,durch herziehen über “die intellektuellen”über und die dummen “gutmenschen” allerdings verhinderst du garnichts

      • polly um 1:26 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

        sorry, da fehlte ein name: der satz muss richtig heissen: “gerade in der heutigen zeit.da du dich sehr mit der materie befassen dürftest, müsstest du eigentlich wissen, wie menschen wie doron rabinovici auf das “wort” gutmensch reagieren. für sie ist es die schlimmste beleidung und eine verhetzende wortwahl”

      • Avatar of klingelfee

        klingelfee um 1:38 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

        vielleicht liest du nochmals, ich habe nie gutmensch geschrieben – ich habe es zitiert. und wer schreibt über die linkslinke schickeria? Wer verhetzt indem der Antisemitismus aufgezeigt wird? Und warum soll ich vorsichtig sein, Antisemitismus von Menschen die meinen, es nicht zu sein, sich selbst gebildet und wichtig sehen, aufzuzeigen ? und warum so empfindlich?

        Und doch, es ist so – Intellektuelle sitzen eher an der Macht als das “Proletariat”. Zudem schrieb ich nie Jede/R.
        Und keine Sorge, ich sag auch den “dummen Prolos” meiner Familie, dass sie nicht Neger sagen dürfen. Ich fang auch mit meinem Rauchfangkehrer einen Streit an und in Italien hab ich in dem Geschäft, in dem die Hitler-Feuerzeuge gelegen sind auch nix gekauft.
        Ich schließe niemanden aus, jedeR soll über Ausländerfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus nachdenken.
        Ich denke, ich bin nicht hergezogen, ich habe berichtet – subjektiv, aus meiner Position.
        Was ist die Materie Gutmensch?
        Aber ich werde es mit Doron besprechen.

        Und noch ein schönes Zitat von Greta Stern:
        was unterscheidet “gute menschen” von “gutmenschen”? ihre authentizität

    • polly um 1:41 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

      bitte besprich es mit ihm. finde ich eine sehr gute idee. ist vielleicht sinnvoller als sich über die scheiss intelellektuellen aufzuregen

      • Avatar of klingelfee

        klingelfee um 1:46 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

        tut mir leid dich verärgert zu haben – aber ich glaub du hast nix verstanden

    • Funkelblau um 1:46 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

      also, ich probiere es jetzt einmal mit dem guten Cub 2 harmoniegesuche,
      ich müsste das jetzt alles noch einmal lesen.. aber, habe nicht ICH, das Wort” Gutmensch” IRONISCH verwendet, in Zusammenhang mit den Aussagen des Stammwirtenbesuchers?

      Also macht MICH zu eurem gemeinsamen Feind,

      ich besprech das lieber mit Doron und Julya, die sind die Meister von Wort und Inhalt

    • Avatar of klingelfee

      klingelfee um 1:50 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

      Geh bitte Harmonie! Ich werd gleich zur Wutbürgerin *g*

    • Funkelblau um 1:50 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

      vielleicht hätten Gänsefüßchen, alles im Keim erstickt ” Intellektuelle”

      Ich finde es aber gut, so ein Knall,
      Disput, Diskurs
      statt wir ham uns doch eh alle lieb

      ich streitsüchtiges altes Weib, ich

    • polly um 1:58 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

      klingelfee: ich ärgere mich nicht. wie kommst du denn darauf? dein erster blogeintrag strotzt vor ärger. daher wollte ich nachfragen, warum du dich denn so über ” die intellektuellen” ärgerst und nachgefragt.
      .ausserdem hat mich-gerade bei do einem sensiblen thema-die diktion des eintrags verwundert. aber auch hier wieder-kein ärger.

      • klingelfee um 2:07 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

        na dann passt eh alles – dachte nur durch deine harte Wortwahl wärst du vielleicht verletzt oder gekränkt oder fühlst dich angegriffen.
        – aber klarerweise ärgere ich mich über Antisemiten, die meinen keine zu sein. Das ist ja auch Thema des Blogeintrags!
        Aber der nächste Eintrag wird dann von den Prolos handeln. (Damit mein ich Leute die kaum eine oder eine geringe Ausbildung haben, die in Fabriken sitzen und im Schichtdienst arbeiten, Leute die keine Bildung haben)
        Das sind nämlich die echten FPÖ Wähler. Da simma sich aber schon alle einig, oder?
        Ich find meine Diktion übrigens super geilomat!

    • Polly um 2:21 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

      Was, bitte, heisst “geilomat”?

      • Polly um 2:24 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

        Wann kommt der “Prolo”-Eintrag?

    • Polly um 4:33 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

      Empfehle übrigens “Die Epoche der Intellektuellen” von Dietz Behring.Wurde gerade wieder neu aufgelegt.

      • Avatar of klingelfee

        klingelfee um 7:06 am am August 23, 2011 Permalink | antworten

        Auch ein Buchtipp: Doron Rabinovici – Neuer Antisemitismus? Eine globale Debatte. (2004)
        Habe ich sehr spannend gefunden – auch die Beiträge zu linkem Antisemitismus

    • polly um 5:44 pm am August 22, 2011 Permalink | antworten

      ad Nachtrag: Warum sollte ich mich über antisemitische Ausfälle von MA 48 Mitarbeitern und Schlecker -Verkäuferinnen nicht echauffieren? Dabei gehts aber nicht um SIE und welche EIgenschaften, etc ich auf sie projiziere, nur weil sie in ihrer Freizeit dies und jenes tun- oder auch nicht. Es geht um antisemitismus. und um nichts anderes

      • Avatar of klingelfee

        klingelfee um 7:30 am am August 23, 2011 Permalink | antworten

        Lieber Herr Rabinovici,
        ich habe einen Blog auf Babylog – einem Portal für Eltern. Gestern schrieb ich einen Eintrag über “Antisemitismus und Intellektuelle”.
        EinE (?) PosterIn eröffnete die Diskussion und stellte in den Raum, dass Gutmenschen immer schlecht gemacht werden. Sie verwies auf Sie. Nun, ich würde mich sehr freuen, wenn Sie kurz Zeit finden und sich diesen Blogeintrag ansehen um mir zu sagen, ob es tatsächlich “Intellektuellen – bashing” ist, was ich betreibe oder ob ich von gebildeten Menschen mehr erwarten darf als plumen unterschwelligen Antisemitismus.
        Der Link zu dem Blog:
        http://www.babylog.at/klingelfee/
        Beste Grüße

  • Avatar of klingelfee

    klingelfee um 8:02 am am August 18, 2011 Permalink | antworten  

    Eine Woche ohne Kind (oder die Affäre Boetticher) 

    ist fast schon vorbei und eigentlich hab ich außer arbeiten (super stressfrei ohne Chefin, nervende KollegInnen) nicht viel gemacht.
    Gestern im Kino – Woody Allen. Naja – es hat schon bessere gegeben – nur Vicky Christina Barcelona war schlechter. Die Frauen in seinen neuen Filmen werden zu nichtssagenden Nebenrollen – liegts an der Beziehung zu seiner Adpotivtochter?
    Apropos – wann ist eine Beziehung moralisch in Ordnung? Beispiel Boetticher – ein 40jähriger hat eine Liebesbeziehung mit einer 16jährigen.
    Auch meine Mutter erzählte mir von einem Freund, der ein Verhältnis mit der Freundin seiner damals 16jährigen Tochter hatte. Die fanden das alle “relativ okay”. Die Beziehung hielt mehrere Jahre. Übrigens ist er ein ziemlich erfolgreicher Architekt und sie jetzt erfolgreich in der Politik. Also nix mit sozialer Herkunft oder Bildungsdefizite. 
    Bin ich besonders prüde oder habe einen engen moralischen Horizont? 
    Die Vorstellung, dass meine Tochter in drei Jahren einen Mann nach Hause bringt, den ich attraktiv finde, finde ich zum Kotzen. Aber was weiß ich, als ich 14 war hatte ich auch einen 20jährigen Freund –  nicht sehr groß der Altersunterschied aber in diesem Alter dann eben doch. Im Rückblick betrachtet war ich dann aber doch die Klügere icon wink Eine Woche ohne Kind (oder die Affäre Boetticher) – und trotzdem noch ein Kind.

    Und meinem Kind würd ich das ganz sicher NICHT ERLAUBEN!

     
    • fanny um 8:15 am am August 18, 2011 Permalink | antworten

      super eintrag!!!

    • Funkelblau um 8:23 am am August 18, 2011 Permalink | antworten

      ja, was soll man sagen. Es ist halt wie viele Fliegen mit einer Klappe schlagen, für die “älteren Herren”.
      Man wir bewundert, kann den großen Zampano geben, wird nicht mit Hinterfragung, die aus gelebtem Leben entstand, konfrontiert, kann selbst so tun, als sei man ein unbeschriebenes Blatt, aber mit Macht. Gut, es mag ja Liebe geben, die kein Alter kennt, meistens komischerweise erkennt sie aber nur die weibliche Jugend und die Vorzüge der glatten Haut…
      Auf der anderen Seite wird man sie mit der Lupe suchen müssen, die alten Männer ohne Prestige oder Geld oder beidem
      mit einem jungen Reh an der Seite, diesen Vorzug, falls es einer ist, genießen nur die “erfolgreichen” Böcke.

      Irgendwie werden schon beide was davon haben, allerdings mit 16 da beginnt man doch erst zu ahnen, wer man sein könnte und was sich zu haben lohnt.
      Das ist sie die genutzte Lücke.

      ICh würd sie einsperren mein Kind!

  • Avatar of klingelfee

    klingelfee um 10:08 am am August 9, 2011 Permalink | antworten  

    Wochen mit Kind 

    Jetzt waren wir drei Wochen Tag und Nacht zusammen, haben uns ein Zelt oder ein Zimmer geteilt und wir leben noch. Und es war wirklich sehr schön.
    Wirklich, die Zeit war wunderbar und mein Mädchen hat sich zu einer wunderbaren Reisebegleiterin entwickelt. Unabhängig und selbstständig aber nicht egoistisch und rücksichtslos. Wir starteten in Südtirol, ich war mit der Freundin die einen Teil der Zeit mit war, wandern, das Kind im Zimmer lesen, Meran und Bozen hat sie wieder mit uns besichtigt. Dann an die italienische Riviera. Einen Tag verbrachten wir lesend von Zimmer zu Zimmer wandernd in unserer Belle-Epoque-Villa. h2z35861 300x200 Wochen mit Kind Dann weiter Richtung Cote d’Azur von Campingplatz zu Campingplatz. Zeltaufstellen in Rekordzeit! place vue mer 198x300 Wochen mit Kind Nudibeach auch kein Problem – solang sie sich nicht ausziehen muss. Theaterfestival in Avignon, auch wenn wir nichts verstehen fesseln uns die hunderten Straßentheater. Nizza und Cannes langweilen uns gleichermaßen. Wir bleiben Abends im Hotel und sehen endlich fern (SAT1 mit österreichischem Werbeblock). Dann quer durch Italien – wir verlieben uns in das Piemont. Weiter nach Caorle, eigentlich ganz lieb. Ein Tag Venedig in der Peggy Giggenheim Ausstellung. Ihr gefällt Gorky arshile gorky untitled summer 1944 300x280 Wochen mit Kind aber ich bleibe im Mainstream und finde den Picasso wunderschön. picasso la baignade 300x201 Wochen mit Kind

    Eine Woche ist sie noch in Wien und dann fährt sie ins Fußballcamp, ENDLICH!

     
    • Funkelblau um 10:12 am am August 9, 2011 Permalink | antworten

      ach die Klingelfeen…

    • Avatar of Patrice Fuchs

      Patrice Fuchs um 10:19 am am August 9, 2011 Permalink | antworten

      nice, very nice! schöne einblicke! sowohl das schloss als auch das bescheidene wohnmobil!

    • Funkelblau um 11:58 am am August 9, 2011 Permalink | antworten

      giggenheim, klüngelfäh und ferunkelbleue

    • mother mable um 6:54 am am August 10, 2011 Permalink | antworten

      deinen Text lesen ist wie ein Kurzurlaub!

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