selbstversuch vegan
wie die meisten von euch wissen, habe ich mich vor einiger zeit dazu entschlossen auf fleisch zu verzichten.
es war eine zeitlang oke, aber es war nicht genug. deßhalb verzichte ich nun auf alle tierischen lebensmittel.
warum? das habe ich mich auch gefragt. ich hielt es für richtig, ohne den grund dafür zu wissen.
ja klar, dass die tiere nicht sehr gut behandelt werden, aufs grausamste gequält werden, sollte niemandem
ein geheimnis sein.
aber ich bin genug realistin, um
zu wissen, dass ich durch meine ernährung die welt nicht ändern kann. auch wenn ich vl manche dazu anrege, ihre ernährung zu überdenken, wird sich trotzdem nicht viel ändern.
dann dachte ich, ich verzichte um nicht “mittäter” zu sein. sozusagen um mein schlechtes gewissen zu beruhigen. aber auch das ist es nicht.
klar sind die oben genannten punkte auch ein grund, aber eben nicht DER grund.
der wahre grund kristallisierte sich erst später heraus.
ich fühl mich wohler. sowohl körperlich, als auch seelisch.
das mag jetzt vielleicht etwas abgehoben und eso-mäßig klingen, aber ich denke, dass man viel negative energie zusich nimmt, indem
man produkte von tieren ist, die dauergestresst sind. und diese negaitve energie schlägt sich auf den gemütszustand nieder.
als ich noch fleischesserin war, ist mir das nicht aufgefallen. auch da hab ich mich gut gefühlt. aber jetzt eben sehr viel besser. eine erfahrung, die man nur nachempfinden kann, wenn man es selbst erlebt.
witzigerweise ist mir kurz darauf das buch “peace food” von ruediger dahlke in die finger gefallen. und da steht genau das drinnen.
folgendes hat sich aufgrund meiner ernährungsumstellung geändert:
körperlich:
nach der trennung von m. hatte ich massive magen-darm-beschwerden. diese sind nun minimaler.
ich bin leistungsfähiger und wacher, vitaler und weniger gestresst.
das ewige völlegefühl ist weg.
seelisch
ich bin glücklicher, entspannter.
ich fühle, einen weiteren schritt auf meinem lebensweg getan zu haben.
wie lässt sich vegane ernährung im alltag umsetzen?
es gibt für ALLE produkte eine vegane alternative. von milch, fleisch, fruchtgummis, schokolade bis hin zu kosmetik, putzmittel, alles.
diese dinge sind auch sogut wie überall erhältlich. grad beim dm gibts einiges.
ein biosupermarkt hat natürlich ein größeres sortiment, als der billa ums eck.
unterwegs ist es dann doch schon schwerer. vegane imbisse gibt es sogut wie garnicht. der ströck bietet ein gefülltes veganes weckerl an, beim kebapstand könnte man sich falafel bestellen.
auch sind die wenigsten resaurants auf veganer eingestellt, aber immerhin werden oft vegetarische speisen angeboten.
der akakiko hat viel veganes, auch beim pizzamann ist der vollkornteig vegan.
man muss halt ein bissl rechachieren, aber dank des www ist das ja auch kein problem mehr
wer sich mit dem thema auseinandersetzen will, sollte folgende bücher lesen:
“china study” von thomas m. campbell – eine wissenschaftliche studie zur veganen ernährung.
“peace food” von ruediger dahlke – wie wirkt sich ernährung auf das seelische wohl aus.
“tiere essen” von jonathan safran foer – über massentierhaltung und deren auswirkungen auf die fleischqualität und umwelt.
“wir haben es satt” von iris radisch/eberhard rathgeb – ähnlich wie “tiere essen”.
es gibt mittlerweile auch sehr gute vegane kochbücher
das war mein persönlicher grund für vegane ernährung.
kein fanatismus, kein idealismus, kein “du bist ein arsch, weil du fleisch isst”, keine horrorvideos über schlachthöfe.
jeder kann/soll/muss für sich selbst entscheiden, was gut ist.



























patita um 21:14 am 18/02/2012 Permalink |
oh, ich kann das gut nachvollziehen, gratuliere! meine vegane zeit ist leider schon etwas her. hab das auch 2 oder 3 jahre gemacht und ich hab mich super gefühlt. so viel mehr energie, die plötzlich nicht zum verdauen aufgewandt wird. milchprodukte sind ja noch viel schwieriger für den körper zu verdauen, als fleisch – finde ich….
Funkelblau um 11:21 am 19/02/2012 Permalink |
Ich finde ja jeder soll und darf sich das wählen, was ihm gut tut, was mich stört ist dieser ganze Überbau, das kann dann bei manchen missionarisch und zwanghaft werden. Oft liegt der fokus dann auf allem was böse ist, boese Milch, böse milchtrinker( mein jetzt nicht dich) sicher, wer wählen kann, kann aussuchen was er isst, in China essen sie deswegen alles, von der Schlange bis zum guerteltier, weil es so viele hungersnöte gab, heute dann sind es delikatessen. Wer wirklich hungert, der isst alles, aber das tun jain unseren breiten kaum einer. Wer kein Fleisch essen will , soll’s lassen, wenn dir deine vegane Ernährung gut tut, schoen. Aber dr. Rüdiger dahlke? Da beginnts für mich schwierig zu werden, da muss ich mich Bremsen. Krankheit als weg, eines seiner Werke, dieses Ursache und Wirkungprinzip und der starke überwindet alles, puuh da stellts mir alle Haare auf