prekariat

so. ich habe es geschafft, mich seit montag nicht mehr aus dem haus zu begeben, homeoffice sei dank. und die außenwelt vermisst mich gar nicht und ich sie auch nicht, sowas aber auch. c. und ich wörtern friedlich in unseren zimmern vor uns hin, sind gemeinsam infantil, schlafen viel (oheinreim) und essen packerlsuppe. was mich dieser tage beschäftigt: unter anderem die situation der freien journalisten beim ORF, weil die medienlandschaft ja durch die bank so gepolt ist. ein symptom, das endlich mal einer breiteren öffentlichkeit zeigt, wie medien dieser tage gemacht werden. die tage des goldenen nase verdienens sind längst vorbei und kein verlag, kein radio oder TV-sender kommt ohne seinen pool an freien über die runden, traue ich mich behaupten. bezahlt werden sie aber fast alle unzureichend. wer glück hat und auf quasi-projektbasis arbeitet, bekommt einen halbwegs erkleckliche pauschale, aber die seiten/beitragshonorare sind meistens zum fürchten. lohnt sich in wahrheit für den aufwand nicht. das bedenklichste daran: wir haben keine lobby, niemanden, der für uns eine inflationsanpassung durchsetzt oder sonstiges erkämpft. wer ernsthaft motzt, wird eben nicht mehr beauftragt, eine ganz simple rechnung. und das macht nachdenklich. wo und wie soll man sich solidarisieren und in welcher form, damit es was bringt? da stimmt der orf zwergenaufstand ja wirklich schon positiv, denn so selbstverständlich ist die an einem strang zieherei gar nicht. hm. alles rhetorische fragen ohne antwort.