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  • Avatar of pony_hütchen

    pony_hütchen um 7:44 pm am April 9, 2012 Permalink | antworten  

    lange nix geschrieben hier irgendwie war nicht der… 

    lange nix geschrieben hier, irgendwie war nicht der anlass dafür. kind inside wächst und gedeiht, in monat fast-sechs hab ich immer noch keinen nennenswerten bauch und ich bin nach wie vor erstaunlich entspannt. UND ich habe meinen ersten (anti) ratgeber gelesen, auf falter-empfehlung hin: menschenkind/herbert renz-polster. sehr super lektüre. Kurz gefasst geht’s darum, dass kinder vieles machen, weils durchaus sinn macht, evolutionär, schreien, bestimmte sachen nicht essen etc. und dass wir wieder mehr auf die gruppe, kindergruppen und betreuungstechnisch setzen sollten. Jetzt keine breaking news, jaja, aber schön, so einen unaufgeregte haltung zu lesen, die dann auch noch sagt: ach, ratgeber. Was sollen denn die. Das ist ein industriezweig und jedes jahr gibt’s nen neuen trend, warum denn bloss. ich setzt auch auf zutrauen, mein kind wird das schon machen, mit unserer hilfe, und regeln, wer hat die schon, die ultimativ gültigen. So hat schon bei meinen kitties funktioniert, trotz wohlmeinender ratschläge und forenbeiträgen noch und nöcher (hab das dann radikal abgestellt, lesen und schreiben) und so, denke ich, wird das auch kindertechnisch funktionieren. Was auch immer „funktionieren“ in dem zusammenhang heißen soll.
    Ansonsten, ja, bubenmama. Das wird eine interessante erfahrung. Wollte ja, wie vermutlich viele frauen, ein mädchen, bin aber jetzt ganz entzückt von der vorstellung. Auch wenn mich anfangs die krise packte, ein bub im 15. Aufwachsen, wo die siebenjährigen vorne bei der schweglerstraße, wenn sie von der volksschule heimgehen, gerne mal: „he, du fette schlampe“ zu mir sagen. Äh. Heast, ich weiß, haremshosen machen keinen schlanken fuß, aber das ist STYLISH! Ts. Naja. Überhaupt der 15. Ich lebe gerne hier und habs auch nicht besonders ausgeprägt mit der xenophobie,ich mag den mischmasch hier, die märzstraße mit jugo vorne, türkisch hinten, prosi überm gürtel im siebten. Allerdings, ja, der slang der halt oft hörbar is, wow. Nicht leicht zu verdauen, voi lesbisch, oida, guck die schlampe. (vogelweidpark, ein ca. zehnjähriger zu seinem freund). Es nervt. Wurscht ob das jetzt rund um die stadthalle wär oder am schöpfwerk, mir geht so eine sprache auf den senkel. Ich hoff halt unter anderem auf coole kindergärten etc., die gibt’s garantiert. Und dass sich kontakte dann von selber ergeben am spielplatz oder wo auch immer und die gruppen nicht unter sich bleiben.
    PS: die namensentscheidung löste bei vielen erstaunlicherweise verwunderung aus, ich hätt gern , dass er den namens seines dads bekommt, weil heiraten will ich nicht und väter haben irgendwie die arschkarte gezogen, in vielem, deucht mir,die unverheirateteten jetzt. Ich würde das einfach gerne als reminiszenz an den wunderbarsten menschen, den ich kenne, machen.

     
    • Avatar of Patita

      Patita um 7:52 pm am April 9, 2012 Permalink | antworten

      oh ja, mir ging es bei der namensgebung ebenso. interessanterweise wollte das der kindsvater nicht. mittlerweile tuts ihm manchmal ein bissl leid….

    • Avatar of Patrice Fuchs

      Patrice Fuchs um 8:48 pm am April 9, 2012 Permalink | antworten

      Mei Bur war im 5. Bez in der Volksschule. 4 Kinder mit deutscher Muttersprache gab´s seiner Klasse. Er war einer von den viern und ist zweisprachig aufgewachsen. Und den argen Spruch gab´s dort auch und auch Raufereien. Vor allem bei Fussballweltmeisterschaften. Aber die LehrerInnen in der Schule haben das super im Griff gehabt und Leni hat drei ganz liebe Buben aus Russland, Afrika und Syrien als beste Freunde gehabt. Ich kanns also natürlich nicht garantieren aber ich glaub das geht schon!

    • mother mable um 7:23 am am April 10, 2012 Permalink | antworten

      15 rules:-) wohne hier seit immer, meine kinder auch, sprechen aber eher so eine Mischung aus kikadeutsch und altwiener baronessen slang:-), kindergärten, schulen und co gibts tolle hier, und überhaupt geiler bezirk, aber geschimpft wurde ich hier noch nie, seit ich 20 plus bin, vielleicht ist es aber auch die sofetere ecke hier:-), wobei, und daruf bin ich nicht stolz, mir hat letztens im 12. eine bub den mittelfiinger gezeigt und ich dann gleich brav zurück.
      Und danke für den Buchtipp, und auch bei uns heißen die Kinder wie die Papas:-) alles gute für die nächste zeit

  • Avatar of pony_hütchen

    pony_hütchen um 9:02 pm am February 24, 2012 Permalink | antworten  

    einmischmaschinen 

    so, nach zwei wochen extremhacke und einem dauerzustand zwischen büro und koma-couchen mit 13 stunden durchschlafen jetzt wieder auf dem weg zurück ins leben. büro büro wissen die meisten schon von der ankunft von drei, muss schließlich mit auftraggebern projekte für den durchbesprechen, mir eine dritte redakteurin checken, um das großprojekt weiterzuschupfen und viele viele kleinigkeiten vorab regeln. und ich komm immer mehr drauf, absolut JEDER hat eine meinung dazu, wie eine frau als mum so zu sein hat, auch in sachen arbeit. (das geht niiiiie, wie du dir das vorstellst, einfach weiterarbeiten! aber hallo, macht ihr denn meine arbeit, wisst ihr da so gut bescheid? und nona würd ich mich auch gern für ein jahr chillig machen, aber als selbstständige sind dann meine aufträge weg, so einfach. was definitiv für mich kein weg ist. und bitte keine vergleiche, wie bei der U. und bei der M. war. danke.) und wenn dir in der kantine, während du friedlich dein 3,50-schnitzerl verdrückst (garantiert bio, jajajaja!), der kinderlose singlegrafiker so nebenbei erklärt, warum du auf KEINEN fall nicht stillen solltest, weil das ist ganz schlecht fürs kind, weisst du, ok, du bist angekommen in der mutter versus arbeitende person versus frau-sache, die da geprägt ist von schrägen vorstellungen und seltsamen annahmen, was am besten ist und was machbar ist und überhaupt. ach, planen is doch fürn a*****, ganz ehrlich. ich spring, so wie immer, rein in den neuen zustand, warum machen denn plötzlich soviele einen staatsakt aus dem thema kind, bei dem man alles generalstabsmässig planen muss und dann doch wieder rollenbilder gefahren werden wie anno dazumal? weil auch oft gehört: aber der vater kann niemals die mutter ersetzen. ach. wer spricht den von ersetzen. bloss: genauso dasein und genauso bezugsperson sein, that´s it. und wo ist der spielerische zugang zu dem thema hin, das man einfach einen gemeinsamen weg finden sollte, was zeit braucht und daraus keinen 24 stunden job machen sollt?

     
    • linde um 9:32 pm am Februar 24, 2012 Permalink | antworten

      Willkommen zurück im Leben! Du wirst das besser hinkriegen als alle Guterateschlägemamas und Papas!!!! Und viel besser als alle, die dann doch in alte Rollen zurückfallen. Und die werden dann später recht neidig sein.

    • Avatar of nellah

      nellah um 7:02 pm am Februar 27, 2012 Permalink | antworten

      durchhalten, ohren zu und immer schön nicken. die sprüche werden nicht aufhören, aber irgendwann lächelt man drüber. glaub ich. jeder hat eine meinung aber niemand hat recht. halbe halbe wird schon klappen- das hoffe ich jetzt auch für unser jahr zwei. wichtig ist doch nur, dass ihr beide daran glaubt und zusammenhaltet. und immer damit rechnet, dass nix so kommt wie man es sich vorstellt. zusammenhalt wär meiner meinung auch wichtig unter den mamas. wir sitzen doch alle im selben boot. working mum oder nicht- das erste jahr ist nicht so easy. ( die anderen vermutlich auch nicht aber da kann ich noch nicht mitreden) deshalb kräuselt sich meine nase ob des ausdrucks des “chilligen” jahres ,welches wir karenzmamas uns machen, etwas. aber das liegt vielleicht ja auch nur an den zwei stunden schlaf die ich ich momentan täglich abkriege. mein baby hat noch nicht verstanden , dass es kein 24 stunden job ist…aber das lernt sie schon noch. in diesem sinne mama ahoi! lass dir nix einreden. von mir schon gar nicht.;)

  • Avatar of pony_hütchen

    pony_hütchen um 2:15 pm am February 10, 2012 Permalink | antworten  

    prekariat 

    so. ich habe es geschafft, mich seit montag nicht mehr aus dem haus zu begeben, homeoffice sei dank. und die außenwelt vermisst mich gar nicht und ich sie auch nicht, sowas aber auch. c. und ich wörtern friedlich in unseren zimmern vor uns hin, sind gemeinsam infantil, schlafen viel (oheinreim) und essen packerlsuppe. was mich dieser tage beschäftigt: unter anderem die situation der freien journalisten beim ORF, weil die medienlandschaft ja durch die bank so gepolt ist. ein symptom, das endlich mal einer breiteren öffentlichkeit zeigt, wie medien dieser tage gemacht werden. die tage des goldenen nase verdienens sind längst vorbei und kein verlag, kein radio oder TV-sender kommt ohne seinen pool an freien über die runden, traue ich mich behaupten. bezahlt werden sie aber fast alle unzureichend. wer glück hat und auf quasi-projektbasis arbeitet, bekommt einen halbwegs erkleckliche pauschale, aber die seiten/beitragshonorare sind meistens zum fürchten. lohnt sich in wahrheit für den aufwand nicht. das bedenklichste daran: wir haben keine lobby, niemanden, der für uns eine inflationsanpassung durchsetzt oder sonstiges erkämpft. wer ernsthaft motzt, wird eben nicht mehr beauftragt, eine ganz simple rechnung. und das macht nachdenklich. wo und wie soll man sich solidarisieren und in welcher form, damit es was bringt? da stimmt der orf zwergenaufstand ja wirklich schon positiv, denn so selbstverständlich ist die an einem strang zieherei gar nicht. hm. alles rhetorische fragen ohne antwort.

     
    • Avatar of Patrice Fuchs

      Patrice Fuchs um 9:18 am am Februar 11, 2012 Permalink | antworten

      Ich habe eine Zeit lang versucht im Orf gemeinsam mit den anderen Freien was weiterzubringen. Es gab Treffen und Besprechungen und Pläne. Bspw ein Protestbrief schreiben. Bei der Formulierung stellte sich dann aber heraus, dass der Protestbrief nicht zu protestig sein sollte, weil `man will ja niemanden vor dem Kopf´ stoßen. Außerdem sollte er nicht an die Öffentlichkeit gehen, weil das ginge zu weit…Immer wieder wurde im Namen der Freien das Gespräch mit diversen Abteilungsleitern gesucht. Wenn der oder die dann sagte, dass er oder sie total Mitleid mit uns habe, war das schon ein `politischer Erfolg´ und der oder die AbteilungsleiterIn war `total nett´. Nachdem das aber leider genau nichts brachte, haben wir uns geeinigt die juristische Situation zu prüfen. Alle waren Feuer und Flamme dafür. Dann ergab die Prüfung dass wir sehr gute Chancen hätten bei Gericht entweder Anstellungen oder eine adäquate Bezahlung durchzubringen. Da waren auch alle Feuer und Flamme. Also ging ich zu Arbeiterkammer um die Chancen einer Massenklage zu besprechen. Die Arbeiterkammer war sofort bereit so was zu unterstützen. Als ich aber mit den Freien genauere Schritte ausmachen wollte, bekam ich plötzlich keine mailantworten mehr (außer von 2 oder 3) und jede Diskussion wurde diffus und verlief sich. Dann wurden wieder Gespräche mit den Abteilungsleitern eingefordert….Das Problem ist nicht unbedingt fehlende Civilcourage gewesen, sondern, dass jeder im Hinterkopf hatte: `Aber was ist wenn eine Karenzstelle frei wird? Wenn ich in einem Rechtsstreit verwickelt werde, bekomme ich die sicher nicht.´ Wie kurz und egoisitsch gedacht! Wenn wir gemeinsam geklagt hätten, hätten entweder ALLE eine Anstellung bekommen, oder alle hätten normal bezahlt bekommen. Genauso sollten alle prekären JournalistInnen mal eine Woche streiken – wie die Autoren in Hoolywood – dann könnten sich die Verlage, Medienhäuser mal anschauen….Aber das geht halt nur, wenn es einen ausgeprägten kämpferischen und solidarischen Ansatz gibt. Wenn im Grunde jeder nur an sich denkt, geht gar nichts. Letzte Woche hatten die Freien übrigens wieder ein `super Gespräch´ mit Karl Amon. Gratuliere.

  • Avatar of pony_hütchen

    pony_hütchen um 9:25 am am January 28, 2012 Permalink | antworten  

    Die Sache mit dem halben Tag 

    ja, die sache mit der halbtagsarbeit. ich muss an dieser stelle anmerken, ich werde in die verlegenheit nicht kommen, weil selbstständig, “ick mach in medien”, bin aber trotzdem schon gespannt, wie das funktionieren wird mit zwei redakteurseltern, die viel homeofficen und ihr hirn zum wörtern gebrauchen müssen, mit baby, das verlangt und fordert und aufmerksamkeit braucht. denke aber viel nach darüber, wenn ich mir freundinnen rundherum ansehen, die genau das modell halbtagsstelle fahren wollen. und bin einerseits bestürzt, weil ich mir denke, hey, das kanns doch 2012 nicht geben, dass die einzige alternative arbeitstechnisch zum kind ein 20stunden job mit besserem taschengeld ist, andererseits, wo bleibt die alternative. omas sind oft luxus und haben gerne auch keine lust auf halbtagsbetreuung, tagesmütter? kinderkrippen finde ich grundsätzlich nicht schlecht, bin der meinung, je schneller kontakt zu anderen kindern, desto besser. verstehe aber auch die zweifel und, ja, den durchaus auch berechtigten elternegoismus, sein kind so lange als möglich exklusiv haben zu wollen.

    ich halt mir dann oft mein lieblingsrolemodel, mama, vor augen, die auf den wunsch meines vaters, doch bitte noch länger zuhause zu bleiben, keck antwortete: gerne, wenn du möchtest, dass ich amok laufe. kam gar nicht in die tüte anno dazumal, meine mutter liebte und liebt ihren beruf. ich hab meine kindheit so wahrgenommen, dass meine mutter EINE bezugsperson unter vielen war, ich hatte und habe eine enge bindung zu ihr, sie war aber bei weitem nicht das alleinige zentrum. da gabs neben meinem geliebten papa nachbarn, bei denen ich eine bonusfamilie hatte, freundinnen meiner mum, freundinnen aus der schule, bei denen ich viel sein durfte, den kindergarten, den ich frühestmöglich besucht hab..alles in allem die perfekte mischung. mit fünf bekam ich meinen ersten haustürschlüssel, einen der vielen, die ich darobhin verloren habe, kam von der vorschule nachhause, war dort ein paar stunden alleine und dann kam mama, gut gelaunt, mit witzigen geschichten aus der praxis (augenarzthelferin). und das war toll und schön, oft hatte sie noch eine freundin im schlepptau und dann wurden gemeinsam hausaufgaben fabriziert, kaffee geschlürft und geschnackt. und was ich meiner mum auch noch hoch anrechne: ich war kindergarten-fan und es hiess dort nie, so, jetzt kommst du mit, es ist 15 Uhr, es hiess, bleib, solang du magst, ich komm einfach nochmal. der kindergarten war ums eck. diese freiheiten, die mir damals so selbstverständlich vorkamen, die weiss ich erst heute richtig zu schätzen, regeln gab es genug, aber nicht in bezug auf meine bedürfnisse. und die bedürfnisse eines kindes hängen halt oft gar nicht so sehr mit denen, die die eltern annehmen, zusammen, hab ich daraus gelernt. heisst, die annahme, mein kind braucht MICH, das darf vielleicht manchmal ersetzt werden durch: mein kind braucht menschen, die es liebhaben und mögen und ihm den platz geben, so zu sein, wie es sein möchte. so, binsenweisheiten off icon wink Die Sache mit dem halben Tag .

     
    • angie um 10:33 am am Januar 28, 2012 Permalink | antworten

      cooler beitrag!!! Du bist ja zu einer richtig selbstständigen person erzogen worden. Deine mutter hat dir viel zugetraut und war gut gelaunt. Das find ich sehr stark. Hört man nicht oft. Ich glaub auch: was eltern für kinder zu göttern macht, ist nicht dass sie dauernd mit ihnen spielen und sie zu jedem supermarkteinkauf mitnehmen, sondern weil sie den rahmen des lebens für die kinder bestimmen. Und das wissen die kinder. Meine eltern sind dafür verantwortlich wie ich lebe. Wer auf mich aufpasst, wo ich meine tage verbringe, wie mein zimmer aussieht, welchen spass wir daheim haben, wie sie familienprobleme lösen, wie die wirtschaftliche situation aussieht etc. Also viel mehr metaebene, als alltagsdetails. Und das ist die grosse aufgabe von eltern. Wie kann ich das leben einer ganzen familie in eine gute richtung lenken. Nicht, wie kann ich tag und nacht persönlich anwesend sein. Und in der krippe lernt man nicht nur teilen, sondern gemeinschafsspass haben und anderen zwergen zu schauen, wenn sie einen turm bauen und ein puzzle legen, und das stundenlang, während die mama daheim dazu nun nicht stundenlang lust hat und nebenbei auch den haushalt schupfen will etc.

    • Avatar of pony_hütchen

      pony_hütchen um 3:05 pm am Januar 28, 2012 Permalink | antworten

      das stimmt, meine mutter traut ihren töchtern noch heute viel, wenn nicht alles zu. nervig dann aber auch, wenn man leise anmerkt, dass manchmal (selbst)zweifel aber bitte auch drin sein dürfen ;-) . dann kommt das unvermeidliche: “geh, feig sein is aber fad.” das kommt, weil sie selbst sehr angstbefreit ist und das konnte sie uns irrsinnig gut mitgeben. dieses “ihr müssts keine angst haben, probierts einfach aus, wir fangen euch auf, wenn was ist.”

    • Avatar of nellah

      nellah um 7:18 pm am Januar 28, 2012 Permalink | antworten

      elternegoismus ist mein wort des tages. denn genau das ist es. ich bau gern türme, ich schau ihr gern beim wachsen zu, ich mag die mittagsschläfchen und das brei mantschen.. seit jahren bezahlen mich menschen dafür, dass ich mit ihren kindern lerne, spiele, renne und einfach nur da bin. und da denk ich mir halt. das bei meinem eigenen verpassen?
      aber ich liebe meinen job auch. und vor allem liebe ich meinen gehaltszettel und die anerkennung. also wird sich ein mittelweg finden. danke für deinen beitrag. mit spannung gelesen bringt er neue perspektiven in mein kopfkino.

    • Funkelblau um 8:24 pm am Januar 28, 2012 Permalink | antworten

      Coole Mutter hast du. Ich kann mir aber vorstellen, dass auch das manchmal schwierig sein kann, wie alles 2 Seiten. Aber nichts pickt so wie schwefel an einem wie die vorgelebte Angst vorm leben. Fang mich auf, ich kann fallen, ist gesuender einzufordern, als das Unterfangen, dass jemand einem Vertrauen soll, der dem leben misstraut. Bei dir wird das sicher gut laufen, da steht kaum Ballast im weg.

    • Avatar of Patrice Fuchs

      Patrice Fuchs um 9:08 pm am Januar 28, 2012 Permalink | antworten

      Meine Mama hat mir auch immer alles zugetraut (und immer gearbeitet) Manchmal hab ich mir auch am Kopf gegriffen: Jedesmal wenn ich ihr von neuen Plänen erzählt habe, hat sie gelassen gemeint: `Ja, hört sich doch gut an! Mach das!´ Und ich hab mir gedacht, wie fahrlässig von ihr! Sag doch mal STOPP. Aber natürlich hat es mich auch stolz gemacht. Und außerdem war ich da meist schon erwachsen und musste im Grunde meine Entscheidungen ja selber tragen und kann mich nicht auf Mama ausreden, wenn nichts draus wird. Aber grundsätzlich muss ich sagen: Meine Eltern waren nicht perfekte Eltern: Aber dass sie mir beigebracht haben selbstständig und selbstwirksam zu sein, ist eines der besten Dinge meines Lebens. Und das geht nur, wenn man sich als Kind ohne viel Elternschatten entwickeln kann.

    • Avatar of pony_hütchen

      pony_hütchen um 9:59 am am Januar 29, 2012 Permalink | antworten

      Patrice, ich weiss, das ist manchmal gar nicht soooo easy, wenn man sich eigentlich auch mal ein Stopschild wünscht ;-) . Aber grundsätzlich wächst man auf mit dem Bewusstsein: Was soll MIR schon groß passieren und selbst wenn was passiert, bieg ich das wieder grade. Ein großes geschenk, so eine Haltung mitbekommen. Und ja, von perfekt sind meine Eltern beide Lichtjahre entfernt, was auch immer das heissen soll. Mum hat die autoritäre Ader eines Mafiapaten, Dad war und ist immer schon der Typ schrulliger Professor gewesen. Die richtige Welt kann ihm manchmal sehr gestohlen bleiben. Zum Glück hab ich so das Gefühl, auch viele Neoeltern haben diesen Anspruch an sich selber immer weniger. Wie schön. Ich denke, ich werd versuchen, auch eine der Good Enough Mums zu werden, die viel Selbstvertrauen mitgibt und gleichzeitg die Beziehung zu sich selber hegt und pflegt. Abgesehen von der Beziehung zu meinem Freund.

  • Avatar of pony_hütchen

    pony_hütchen um 9:12 pm am January 17, 2012 Permalink | antworten  

    Silentium est 

    ich liebe den schnee. auch wenn die meisten in wien wohnenden sagen, schnee hier ist so unnötig wie ein kropf, weil doch gleich wieder grauer gatsch. trotzdem. ist die atmosphäre anders, die autofahrer vorsichtiger und langsamer, die fußgänger lächeln sich auch mal zu, wenn am gehsteig kollektiv gerutscht und geschliddert wird..schön. es bremst den alltag ein bisschen aus. und langsam spüre ich den unsichtbaren dritten, der sich platz macht und ausbreitet und ich bin so gar nicht erpicht darauf, meine gefühle dazu an die große glocke zu hängen und rampensau-mässig wie sonst zu kommunizieren, sondern das gehört nur uns. meinem freund, mir und drei. und diese stille tut richtig gut. der schnee. ich sags ja, it´s magic.

     
  • Avatar of pony_hütchen

    pony_hütchen um 9:34 pm am January 13, 2012 Permalink | antworten  

    Die Sache mit Frau Waldman 

    ich liebe, verehre und vergöttere michael chabon, das ist der wonder boys fritze, außerdem gehen kavalier&clay auf sein konto (pulitzer!) und mein absoluter liebling “die geheimnisse von pittsburgh”. alleine das man eine figur PHLOX nennt..wunderschöner name, eigentlich..mein hertha-namensbonmot geht leider nicht durch, von wegen “das leben ist hart, aber ich bin hertha”, kam beim männlichen gegenstück nicht so formidabel wie erwartet an. ja, jedenfalls michael chabon. der hat mit seiner frau ayelet waldman, juristin glaub ich, vier kinder und klingt nach easy going dad mit humor, der tatsächlich den alltag 50:50 mitwuppt. ich verehre ihn nicht zu unrecht, scheints. so. nun hat frau waldman vor einiger zeit schon den großen skandal in den USA ausgelöst mit den simplen worten: “ich liebe meinen mann mehr als meine kinder.” mon dieu! und ich, ich denke mir: das ist wohl eins der letzten tabus und hab mir einen haxen gefreut, dass das endlich jemand so straight auf den punkt bringt. denn ich bin selber in der situation, dass ich mich frage, kann ich jemanden MEHR lieben als c., meinen wunderbaren gefährten? und muss ich das überhaupt? muss die mutterliebe größer sein als die liebe zu deinem partner? sie ist natürlich völlig anders, ganz klar, aber muss es so so sein, wie eine freundin letztens meinte, “dass man sein kind immer über die beziehung stellt?” ist das der gesellschaftliche konsens? und what the heck soll das? bin ich ein rabenmuttertier, sollte das nicht so sein? denn, ganz ehrlich, meine beziehung, die ist mir heilig, eins der wenigen sakrosankten dinge in meinem atheistischen universum. so, ich kratz mich weiterhin am köpfchen und stell mir diese unlösbaren fragen.

     
    • flipper um 10:19 pm am Januar 13, 2012 Permalink | antworten

      Diese beiden lieben sind nicht vergleichbar. Sie reflektieren dich ganz unterschiedich. Ich würde frage nicht stellen. Vor allem liebt man sein kind auch nicht immer. Manchmal sind sie auch total unsympatisch. Und die liebe zu einem hilflosen wesen hat immer was von verantwortungslast. Wenn die kinder grösser werden ist auch die liebe weniger sentimental. Glaub ich jedenfalls

    • Avatar of nellah

      nellah um 10:57 pm am Januar 13, 2012 Permalink | antworten

      darüber habe ich auch lange und viel nachgedacht. weil ich alles kenn. so irgendwie aus dem umfeld. drei kostelationen konnte ich bisher erkennen. die eltern die ihr kind zum zentrum des universums machen. die eltern, die die liebe an erste stellen. und zwar die paarliebe. die kind auch mal kind sein lassen. weil was wäre das kind auch ohne die liebe der eltern? ist es doch genau aus dieser entstanden. und dann gibt es die nummer drei. die nämlich die gott ins zentrum stellen. (ich kenn arge leut ,ich weiß). der gibt vor ,die anderen folgen. so, und was mir noch aufgefallen ist. alle drei arten können funktionieren. mit eins , zwei, drei für immer und so . aber es muss einigkeit herschen. vater und mutter sollten eine linie fahren. ob da jetzt kind zuerst, partner zuerst oder eben der liebe gott zuerst ,egal. und das ist wohl die krux an der geschichte. den bei vielen funktioniert das nicht. da sieht dann der mann die liebe zur partnerin als das wichtigste- und die frau sieht nur noch den kleinen bauchzwerg. da entsteht dann eifersucht und missgunst. kann natürlich auch umgekehrt sein.
      so wie du schreibst klingt das nach einen riesengroßen wunderbaren liebe. aus der ein kind wächst welches ebenso wunderbar sein wird. und das eltern hat die nicht nur ES sehr lieben. sondern auch sich selber. und für mich klingt das PERFEKT!

      • Avatar of nellah

        nellah um 11:05 pm am Januar 13, 2012 Permalink | antworten

        übrigens hab ich auch die rabenmutter mal recherchiert. ( hab ich mich doch selbst oft genug als solche bezeichnet:)) die rabenmutter wurde stets als schlechte vogelmama bezeichnet weil sie ihre jungen sehr unbeholfen schienen und als sich selbst überlassen beurteilt wurden. doch man stellte fest. die rabenküken verlassen aus eigenem antrieb das nest noch bevor sie fliegen können. die rabenmutter kann einfach nur besser loslassen als andere. sie beschützt ihre jungen noch lange außerhalb des nestes und lässt sie eigene erfahrungen machen. und das klingt doch sehr vorbildlich???

    • kitty um 3:28 pm am Januar 14, 2012 Permalink | antworten

      ja, die aussage sorgte für einen grossen skandal, bei oprah haetten sie ihr dafür den kopf fast abgerissen. ;-) ihr buch ist ganz nett zu lesen, ich haette mir alleridngs mehr schärfe erwartet

    • Avatar of Kashia

      Kashia um 7:48 pm am Januar 14, 2012 Permalink | antworten

      ich denke auch, dass man partnerliebe mit der liebe zum kind nicht vergleichen kann.
      bei mir gibts zwar keinen partner im moment, den ich lieben kann, aber irgendwann wird es mal wieder so sein.
      ich hab auch eine gute freundin, die ich liebe. und ich liebe meinen hund. sehr sogar. aber vergleichbar ist das alles nicht!

      • Avatar of pony_hütchen

        pony_hütchen um 7:53 pm am Januar 14, 2012 Permalink | antworten

        nein, um den vergleich gehts glaub ich gar nicht, das ist mir sehr bewusst, mir gehts darum, ob ich dann mehr mutter als partnerin bin und dieser teil die frau und gefährtin verdrängt. auch oder weil es eben nicht vergleichbar ist. ich kanns derzeit noch schwer formulieren, wusste aber immer schon, dass es mir eventuell schwer fallen könnte, die aufmerksamkeit meines freundes zu teilen ;-) . da bin ich ein kleines egoschweinchen. allerdings denke ich, wird es ähnlich werden wie bei unseren katzen, wo mir das herz aufgeht, wenn ich seh, wie liebevoll und entspannt er mit den beiden umgeht.

    • Funkelblau um 10:17 am am Januar 15, 2012 Permalink | antworten

      Es wird genug Situationen geben, da wirst du sehr glücklich sein die Aufmerksamkeit teilen zu konnen( in durchgeweinten babynaechten z.b.) ich denke liebe ist nicht kleinlich, stellt keine Maßstäbe, wie immer im leben, kann man auch hier keinen plan machen, also plan schon, aber das leben hält sich nicht an Pläne, das ist so und auch gut so. Ich kann nur sagen, dass ein Kind eine Beziehung klarer macht, denn liebe will Verantwortung und die faehigkeit, sich selbst zurückzunehmen. Ich kenne glückliche und unglückliche Beziehungen mit oder ohne Kind.naja ich verstehe was du meinst, aber all diese fragen machen es ja spannend und nichts ist in Stein gemeißelt. Sah vor kurzem eine beeindruckende Frau, dr. Abmelie Keil, die sagte wir sind alle Überraschungseier. Also lass ma uns alle immer wieder überraschen. Vom Partner, falls vorhanden, vom Kind die Größte Überraschung ist aber sicher die eigene Entwicklung und die Reaktionen, die wir dann setzen. Uups ich glaub das war wieder mal verwirrt…..in jedem fall bleibt die wichtigste Beziehung, die zu sich selbst, ohne die geht gar nix

  • Avatar of pony_hütchen

    pony_hütchen um 7:29 pm am January 8, 2012 Permalink | antworten  

    die sache mit der bewohntheit 

    so, die fingerchen gewärmt und nach einem tag voller unproduktivheit (abgesehen von katers drogenverabreichung, weil herzmedikamente und folsäure müssen sein) der erste blogbeitrag in angriff genommen. worum gehts? also vorrangig darum, dass ich mir seit einer woche die wunderhübsche babyloggerei zu gemüte führe und die blogs hier durchstöbere und hin und weg bin. Favourites derzeit neben Patrice: mother_mable und nellah. ganz großes kino, danke für amüsiertes gackern beim lesen und für die absolute ehrlichkeit! warum ich mich seit einer woche hier tummle? weil ich seit einer woche weiss, dass mein freund und ich ab herbst zu dritt sein werden und ich mich ein bissl so fühle wie anno dazumal, in der siebten klasse, als ich wiederholen musste: wie jetzt, DAS ist die neue peergroup, echt, mit denen muss ich jetzt irgendwie zammkommen? das war meine reaktion beim durchforsten von sites wie parents. at. irgendwie spooky, sich dort aufhalten. eh legitim und eh auch voll nett, wie sich die mums dort austauschen, aber so gar nicht meine cup of tea. eigentlich wollt ich auch nicht werten, habs aber dann doch gemacht..und schon gar nicht wollt ich zu denen gehören, die “mütter” in einen topf werfen und/oder fein säuberlich in grüppchen sortieren (bio-mum, bobo-mum etc.). wohl das doofste überhaupt…mea culpa. dann hab ich babylog entdeckt und erleichtert aufgeseufzt: da sind sie, die selbstironischen mums ohne perfektionszwang und mit humor. und mein abgrenzungszwang hat sich ganz von alleine verflüchtigt. übrigens, ups, also völlig egoistisch jetzt soll das nicht klingen, es geht nicht NUR um mich und meine rolle in dem ganzen gefüge und das kind spielt keine rolle, gar nicht, nur bei der kindererziehung hab ich so überhaupt keine zweifel, weil perfektionistisch sind weder ich noch mein freund und lieben werden wir den zuwachs sowieso. das sind die basics, denk ich. gleichberechtigt wird das ganze auch laufen, mein freund ist auch selbstständig und extrem verlässlich und toll. insofern macht mir bloss die sache mit dem erwartungen an die mutterrolle a bissl kopfzerbrechen, weil was da schon für reaktionen gekommen sind alleine diese woche… jeder hat eine andere vorstellung, was gut, richtig und wichtig ist. das sollst du nicht machen, nein, echt, DAS machst du nicht, das MUSST du unbedingt machen..recht schräg und tw. auch zum haareraufen. zum glück fühl ich mich recht privilegiert und hab lust, ein paar klischees zu knacken oder manches anders zu machen, weil alleine dass mein freund mehr sein wird als der abendliche spiel,- und vorlesedaddy macht glücklich.

     
    • Avatar of Patrice Fuchs

      Patrice Fuchs um 7:54 pm am Januar 8, 2012 Permalink | antworten

      Und du gehörst ab jetzt zu MEINEN favorits:-)) Willkommen hier!

    • Avatar of nellah

      nellah um 8:03 pm am Januar 8, 2012 Permalink | antworten

      Juhuu ein neues blogger ” Gesicht”:-) welcome ! Du liest dich wunderbar und herzensfrisch. Euer keiner bauchbewohner hat wohl das große los gezogen! Musste sehr grinsen denn parents .at ist auch mein rotes Tuch. Ich freue mich drauf mehr von dir zu lesen!!!

    • Avatar of Kashia

      Kashia um 8:23 pm am Januar 8, 2012 Permalink | antworten

      herzlich willkommen :)

      dein name kommt mir so bekannt vor!? hm..

      • Avatar of pony_hütchen

        pony_hütchen um 8:41 pm am Januar 8, 2012 Permalink | antworten

        hi denise, wie, der richtige name jetztad ;-) ? vielleicht kennst mich von meiner schreiberei, ich bin ganz umtriebig bei a paar magazinen, aber hier blogge ich vorerst noch totally anonym, weil meine auftraggebers wissen noch nix von drei (working title). und für 2012 wär ich eingedeckt mit aufträgen bis obenhin, moi schauen, was sich wie ausgeht mit freund, der sowieso von anfang an mithilft und daheim sein wird.
        du hast übrigens auch einen super super blog, der hat mich gscheid inspiriert, weil sowas von kuhl und im leben stehend und überhaupt! sapperlot!

        liebe grüße

        • Avatar of Kashia

          Kashia um 10:06 pm am Januar 8, 2012 Permalink | antworten

          oh dankeschön :) sowas ließt man gern hihi

          nein ich mein deinen nicknamen (pony_hütchen)

    • mother mable um 8:42 am am Januar 9, 2012 Permalink | antworten

      Herzliche Willkomen!!!!:-)

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