Wie geht´s jetzt weiter?

Ich weiß es nicht. Die erste Woche Arbeit ist over. Sie war ok und ich hab mich nicht überanstrengt. Mein Hauptinteresse gilt aber immer noch nicht der Außenwelt. Die Kinder sind sehr kuschelig. Das mag ich. Überhaupt Fritzi. Sie würd am Liebsten permanent am Schoss sitzen oder sich sonst wie zuwiekuscheln. `Ich will Kuschelbauer!´ sagt sie dann. Leni ist auch recht kuschelig. Er ist nämlich krank und nimmt Antibiotika. Er ist schon so ein großes Welpen. Sehr verantwortungsbewußt und ein richtig rechtschaffender Typ. Aber ich muss nur die Hände heben und so tun als würde ich mich balgen wollen, und schon wird er zu meinen kleinen dreijährigen Kuschel-Rauf-Lentschi. Seine Augen leuchten auf und er geht fängt sofort an zurückzubalgen.
Seit ich krank bin hab ich jeden Tag meine Lieblingskuschelweste an. Ich kann sie immer noch nicht ablegen. Die Woche bin ich sogar mit ihr in die Arbeit gegangen. Um mich irgendwie `zu schützen´.
Was mich derzeit sehr interessiert, ist die Verschönderung der Wohnung. Mein letztes Projekt: der Gang. Der Gang sah vorgestern so aus:

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Unten sieht man schon den vorbereiteten Farbroller. Ready for Action.

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Super oder? Will nicht das Gegenteil hören. Danke.

So und Micke, der mich jetzt wochenlang wirklich extrem toll umsorgt hat (und sich wirklich ein Geschenk verdient hat!) hat mir heute ein Geschenk mitgenommen. Er hat sich in der Drogerie extra beraten lassen. Weil er wollte keinen Billigsdorferscheiss kaufen sondern ein wirkliches Qualitätsprodukt.

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Nagellack de Lux sozusagen. Luxeriös verpackt auch noch. Mit Kunststoff Rosenblättern, die seine intensive Liebe für mich ausdrücken sollen, sagt er.

gesund Wie geht´s jetzt weiter?

Graudunkelviolett. Sehr hübsch. Danke. Gestern war ich auch bei meinem Hass-Friseur. Spitzen schneiden. Erwischte eine neue Friseurin, die extrem unfreundlich war. Ich war extrem unfreundlich zurück. Am Ende hat sie mir die Spitzen ok geschnitten und ich bin nicht abgezockt worden. Ich glaub, wir waren beide erleichtert, dass wir nicht einen auf Friseuroperette machen mußten. Neben mir fand die wahre Friseursoperette statt: Aufgereiht saßen die Kleinbürgerstöchter und bekamen ihre Ballfrisuren hochgesteckt. Sowas erlebt man nur in Wien glaub ich. Das traurige ist halt: Bei jedem High School Abschluss Ball haben die Mädls mehr Stil. Die hier sahen aus wie aus den 80ern. Wien der 80er. Und ihre Gesichter drückten keine Emotion aus, außer dass sie vermeinten dass das bevorstehende Event von staatstragender Bedeutung sei. Und auch sie würden in ihrem 80er Balloutfit dort sein und dadurch ein Teil des österreichischen Bürgertums sein. Am Zuckerbäckerball oder am Rotkrautball oder wo auch immer.